Archiv: Geheimnisvoller Dom zu Magdeburg
Sendewoche vom 21.12.2009 bis 25.12.2009
Glockenturm und Kirchenuhr
Montag, 21. Dezember 2009
Unter der Führung des Küsters Uwe Jahn öffnete sich für unseren Reporter Danko Handrick die ansonsten verschlossene Pforte zum Treppenhaus des Uhren- und Glockenturms. Die über hundert Jahre alte Uhr ist inzwischen wetterfühlig geworden, wie Herr Jahn nicht ohne Sympathie berichtet, und muss immer häufiger gestellt werden, damit sie den Magdeburgern die rechte Zeit zeigt.
Gleich neben dem Uhrwerk befindet sich das barocke Geläut des Doms. Die zweitgrößte Glocke ist die Apostolica, die in "h" klingt, wie Danko Handrick hautnah erleben dürfte.
Domprediger Giselher Quast weiß eine schöne Anekdote über die "Teufelsluke", die sich auf einem Dachboden in 30 Meter Höhe findet, zu erzählen. Demnach soll die Luke zu ihrem Namen gekommen sein, weil ein mittelalterlicher Dombaumeister seine Seele dem Teufel verkaufte, der daraufhin mit dieser durch ebene jene Luke entschwand. Tatsächlich ist handelt es sich um eine mittelalterliche Bauluke, die die Lasten heraufgezogen wurden.
Bischöfin Ilse Junkermann, die im März zur ersten Bischöfin der neu gegründeten Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland gewählt wurde, bestieg heute erstmals den Turm und genoss von hier die grandiose Aussicht auf Landeshauptstadt.

