16.05.2012

Abenteuer 1927 - Sommerfrische
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Der Chat zum Nachlesen!

Am 19.10.2005 waren Susanne Vogel und Roland Gruschka zu Gast im Live-Chat bei DasErste.de!
 

Das Video zum Chat
   
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Herr Gruschka und Frau Vogel bei DasErste.de (Bild: DasErste.de)

Herr Gruschka und Frau Vogel bei DasErste.de



 

Herr Gruschka: Hallo erst mal, ich bin der Sommergast Herr Gruschka und das ist die gnädige Frau.

Heute war man ja richtig neidisch auf Sie. Reiten Sie auch weiterhin?
Herr Gruschka: Ich bin jetzt in einer Reitschule, habe meine Stiefel übernommen von der Produktionsfirma und habe mir noch eine Reithose zugelegt und bin jetzt einmal die Woche auf einem Pferd. Ich hätte nicht gedacht, dass ich in meinem fortgeschrittenen Alter mit knapp 40 noch mal anfange zu reiten und bin dankbar und glücklich, dass mir das widerfahren ist.

Frau Vogel: Ich nutze auch nochmal die Gelegenheit um Hallo an alle zu sagen und Guten Abend. Das Thema Pferde ist auch für mich ein ganz besonderes Thema, denn wie man heute gesehen hat, haben wir dort zusammen angefangen zu reiten. Wir waren alle Anfänger. Uns hat es alle gepackt diese Sportart interessiert uns sehr und auch ich reite hier in München weiter und genieße die Ausritte im Herbst und dann wollen wir mal sehen ob Herr Gruschka und ich zusammen weiterreiten.

Was aus eurer Sommerfrische vermisst ihr am meisten?
Frau Vogel: Mir fehlt die Gesellschaft aller Menschen im Gutshaus sehr, oben und unten. Mir fehlt es, drei mal am Tag mit meinen Sommergästen die Mahlzeiten einzunehmen, das Kommunikative, das Singen miteinander, Revue. Dann auch noch die Pferde auf dem Hof. Ich habe die Gesellschaft von allen Hausbewohnern sehr genossen und die fehlen mir auch alle.

Herr Gruschka: Wie Susanne schon sagte, man hatte viele Leute um sich rum, aber die ewige Gesellschaft ist ganz am Anfang auch merkwürdig. Was ich bemerkt habe, war das Leben "entschleunigt". Es gab eine Beschaulichkeit, die kam dadurch, dass man sich um sieben zum Abendessen eine Viertelstunde vorher umgezogen hat, die Damen das Abendkleid, die Herren den Smoking und damit bekam das ganze Leben eine Gemütlichkeit. Es gab zwar nachher ein Telefon, aber statt zu chatten haben wir damals noch geschwätzt. Das sind alles so Dinger, die vermisst man auf lange Sicht.

Wie wäre es gewesen, wenn die Rollen vertauscht gewesen wäre, d.h. Frau Vogel als Sommergast und Herr Gruschka als gnädiger Herr?
Frau Vogel: Das hatte einen ganz besonderen Sinn, weil jeder von uns hatte sich als bestimmte Person beworben, um eine Herausforderung zu suchen.

Herr Gruschka. Es war natürlich klar, dass man sich nicht als Chauffeur bewirbt, weil man dafür Automechaniker sein musste. Ich denke, das war schon gut so aufgeteilt.

Susanne, heute waren Sie ja richtig streng zu dem Personal. Ist Ihnen das schwer gefallen?
Frau Vogel: Ja klar ist mir das schwer gefallen. Ich hatte ein Büchlein, wo ganz klar meine Aufgaben drinstanden und ich hätte – ganz ehrlich – noch wesentlich strenger sein müssen. Ich hätte eigentlich viel öfter diese Zimmerkontrollen machen müssen und ich hätte viel öfter unten nach dem Rechten schauen müssen. Es war aber für uns alle wichtig, streng zu sein, denn nur dadurch hatte jeder die Möglichkeit, seine Rolle für die er dort war zu finden und auch zu erleben. Es war auch eine Regieanweisung am Anfang: wir wollen keine Wohngemeinschaft, sondern jeder soll die Chance haben 1927 in seiner Position realistisch zu leben und da gehört streng sein dazu.

Wie haben Sie den Diener und die Beziehung zum Diener Weibezahl erlebt?
Frau Vogel: Der Weibezahl hatte auch eine sehr schwierige Position, weil er zwischen oben und unten steckte. Er musste Nachrichten nach unten überbringen und gleichzeitig nach oben. Er stand immer ein bisschen dazwischen. Ich finde, er hat seinen Job mit "bestem Wissen und Gewissen" erfüllt und er war ein zuverlässiger Diener.



   
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