Herr
Fries und Frl. Hakenberg schauen durch die
Kamera.
Die Bilder haben laufen gelernt
Am 20. Januar 1926 meldet die Frankfurter Zeitung: Zwei Millionen Menschen besuchen täglich die 3.000 deutschen Kinos. Im Jahr 1925 waren 939 Filme in den Kinos in Deutschland zu sehen, davon kam 380 aus deutschen Studios. Wichtigster Filmlieferant war schon damals Hollywood.
Gezeigt werden Stummfilme mit Musikbegleitung. Erst am 10. Juni 1929 wird der erste US-Tonfilm mit dem Titel "Der singende Narr" in Berlin vorgestellt. Der Faszination der Menschen durch die bewegten Bilder tut das keinen Abbruch. Die Filmstars sind die neuen Idole. Als am 23. August 1926 Sexsymbol Rudolph Valentino in New York beerdigt wird, säumen 100.000 Menschen die Straße. Es kommt zu Ausschreitungen und Selbstmorden.
In Deutschland werden international beachtete Film gedreht wie:
"Das Cabinett des Dr. Caligari" (1920),
"Nosferatu", "Symphonie des Grauens" (1922). Für 1927 ist eine Produktion der Superlative angekündigt: "Metropolis" von Regisseur Fritz Lang. Der Film verschlingt drei Millionen Reichsmark Produktionskosten, 36.000 Statisten treten auf, gedreht wurde 360 Tage.