16.05.2012

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Operation im Hörsaal, Gemälde (Foto: WDR)

Theodor Billroth (1829-1894) im Hörsaal. Gemälde von A. F. Seligmann, um 1880

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Alexander Fleming, Foto: WDR

Der britische Bakteriologe Sir Alexander Fleming entdeckte 1929 das Penicillin.

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Schädel aus der Bronzezeit  (Foto: dpa)

"Schädelchirurgen" der Bronzezeit waren hier am Werk: In die rechte Stirnbeinseite wurde ein Loch geschabt. Der Patient scheint überlebt zu haben. 

 

 

Wussten Sie, dass...?

Spannendes und Skurriles aus dem Bereich der Medizin

Über Umwege ans Ziel... Der englische Landarzt Dr. Edward Jenner gilt als der Bezwinger der Pocken. Er beobachtete, dass Melkerinnen, die bereits an harmlosen Kuhpocken gelitten hatten, sich nicht mit der tödlichen Krankheit ansteckten und entdeckt so die Schutzimpfung.


Prost! Louis Pasteur entwickelte den ersten Impfstoff gegen Tollwut. Eigentlich forschte er für Alkoholindustrie als ihm die Idee kam, dass Bakterien nicht nur Alkohol verderben, sondern auch Menschen krank machen können.


Und den Mund jetzt gaaanz weit auf... Die erste Gastroskopie fand in einer Freiburger Weinstube statt. Der Internist Adolf Kussmaul engagierte dort 1868 einen Schwertschlucker, dem er eine Röhre in den Magen schob.


Wortkarg... Alexander Fleming entdeckte das Penicillin per Zufall: Seine frische Entdeckung soll er mit den Worten "That is funny" kommentiert haben.


Patienten in Gefahr! Von 1780 bis 1850 gab es die "Heroische Medizin", deren Therapien dem Namen entsprechend ausfielen: Ärzte benutzten drastische Eingriffe wie Aderlass, "Reinigung" des Magen-Darm-Traktes mittels Quecksilberchlorid und Erbrechen und viele andere Mittel wie auch das Ausbrennen von infizierten Wunden mittels glühenden Eisen. 


Manchmal ganz schön kopflastig... In der Ur- und Frühgeschichte war Heilung eng mit dem Glauben an Magie verknüpft. Schamanen und Medizinmänner vertrieben die bösen Geister, die Krankheit verursachten. Wann immer diese Versuche erfolglos blieben, griffen fast alle Kulturen der Welt zum selben Mittel, der Trepanation, bei der ein Loch in den Schädel gebohrt wurde.


Forscherdrang: Tuchhändler Antonie van Leeuwenhoek inspizierte seine Stoffe gerne durch ein Mikroskop. Bis er sich für einen ganz speziellen Körpersaft interessierte – und "kleine Tierchen" in seinem Sperma fand...


Auch die Medizin ist eine Kunst: Leonardo da Vinci erschuf 750 anatomische Zeichnungen, die auf selbst durchgeführte Sektionen basierten, und von sehr großer Detailtreue waren.


Not macht erfinderisch: Die Vergangenheit kannte abenteuerliche Verhütungs-Methoden: In Essenzen getränkte Schwämme, abtreibende Kräuter, Kondome aus Schafsdärmen und Fischblasen.


Die Dosis macht's: Chemiker Paul Ehrlich entdeckte ein Heilmittel gegen Syphilis - das Gift Arsen!

 

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