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Bildunterschrift:
Andreas Baader (Moritz Bleibtreu) bei der Militärausbildung im Palästinenser-Camp.
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2. Juni 1967 Proteste beim Besuch des persischen Schahs in Berlin, bei denen der Student Benno Ohnesorg durch einen Polizisten erschossen wird.
17. – 18. Februar 1968 Während des Vietnamkongresses an der Berliner TU hält Rudi Dutschke eine Rede vor Tausenden Studenten.
2. April 1968 Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Thorwald Proll und Horst Söhnlein legen Brandbomben in den Frankfurter Kaufhäusern Schneider und Kaufhof, um gegen den "Völkermord in Vietnam" zu protestieren.
3. April 1968 Festnahme der vier Brandstifter in einer Frankfurter Wohnung.
11. April 1968 Attentat auf Rudi Dutschke durch Josef Bachmann. Es kommt zu Straßenschlachten und Anschlägen auf Verlagshäuser des Springer-Konzerns.
14. Oktober 1968 Der Kaufhausbrandstifter-Prozess beginnt in Frankfurt.
31. Oktober 1968 Die Kaufhausbrandstifter werden zu drei Jahren Haft verurteilt.
3. Juni 1969 Die Kaufhausbrandstifter werden aus der Haft entlassen, bis über die Revision ihrer Urteile entschieden ist.
Juni – November 1969 Ensslin und Baader betreuen ein "Lehrlingskollektiv".
November 1969 Die Revision des Brandstifterurteils wird abgelehnt. Baader und Ensslin tauchen in Frankreich, später in Italien unter.
Februar 1970 Baader und Ensslin kehren nach Berlin zurück und treffen Ulrike Meinhof.
4. April 1970 Baader wird verhaftet.
14. Mai 1970 Baader wird durch Meinhof, Ensslin u.a. befreit, dabei wird ein Angestellter des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen angeschossen. Diese Befreiungsaktion gilt als die Geburtsstunde der Roten Armee Fraktion (RAF).
Bildunterschrift:
Holger Meins (Stipe Erceg) bei seiner Verhaftung.
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8. Juni – 5. August 1970 Militärausbildung der ersten RAF-Mitglieder in einem Lager der palästinensischen Befreiungsorganisation El Fatah in Jordanien.
29. September 1970 Die RAF verübt zeitgleich drei Banküberfälle in Berlin – mit einer Beute von über 200.000 DM.
8.Oktober 1970 Festnahme der RAF-Mitglieder Ingrid Schubert, Horst Mahler, Brigitte Asdonk und Irene Goergens.
15. Januar 1971 Überfall auf zwei Banken – Beute: 110.000 DM.
6. Mai 1971 Astrid Proll wird verhaftet.
15. Juli 1971 Großfahndung in Norddeutschland, die erste Tote auf Seiten der RAF: Petra Schelm wird erschossen.
1. September 1971 Horst Herold wird BKA-Präsident und revolutioniert die Fahndungsmethoden durch den Einsatz modernster Technik.
22. Oktober 1971 Der Polizist Norbert Schmid wird erschossen, das RAF-Mitglied Margit Schiller verhaftet.
22. Dezember 1971 Banküberfall, bei dem ein Polizist getötet wird – Beute: 135.000 DM.
11. Mai 1972 Bombenanschlag auf das V. US-Korps in Frankfurt/Main – 13 Verletzte, ein Toter.
12. Mai 1972 Bombenanschlag auf die Polizeidirektion Augsburg – fünf Verletzte. Autobombe vor dem LKA München – Sachschaden.
15. Mai 1972 Anschlag auf den Wagen des Bundesrichters Buddenberg, bei dem dessen Frau schwer verletzt wird.
19. Mai 1972 Bombenanschlag auf das Axel-Springer-Gebäude – 17 Verletzte.
24. Mai 1972 Autobomben vor dem Europahauptquartier der US-Armee – drei Tote, fünf Verletzte.
31. Mai 1972 Größte Fahndung ("Aktion Wasserschlag") in der Geschichte der BRD beginnt.
1. Juni 1972 Nach einer Schießerei mit der Polizei werden Baader, Holger Meins und Jan-Carl Raspe in Frankfurt am Main verhaftet.
7. Juni 1972 Gudrun Ensslin wird in einer Boutique in Hamburg verhaftet.
9. Juni 1972 Brigitte Mohnhaupt und Bernhard Braun werden verhaftet.
15. Juni 1972 Ulrike Meinhof und Gerhard Müller werden verhaftet.
5. September 1972 Schwarzer September: Palästinenser erschießen elf israelische Sportler des Olympiateams und einen Polizisten in München – fünf Terroristen werden erschossen.
17. Januar –12. Februar 1973 1. Hungerstreik der RAF-Gefangenen gegen Isolationshaft.
8. Mai – 29. Juni 1973 2. Hungerstreik der RAF-Gefangenen.
4. Februar 1974 Christian Eckes, Helmut Pohl, Ilse Stachowiak, Eberhard Becker, Wolfgang Beer und Margrit Schiller werden verhaftet. Astrid Proll wird wegen Haftunfähigkeit entlassen und taucht unter.
Bildunterschrift:
Filmszene: Entführung von Hanns Martin Schleyer.
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27. August 1974 –2. Februar 1975 3. Hungerstreik.
9. November 1974 Haftanstalt Wittlich: Holger Meins stirbt an den Folgen des Hungerstreiks.
10. November 1974 Der höchste Richter von Berlin, Günter von Drenkmann, wird von der "Bewegung 2. Juni" erschossen.
18. November 1974 Bei der Beerdigung von Meins erhebt Dutschke die Faust: "Holger, der Kampf geht weiter."
27. Februar 1975 Entführung des CDU-Politikers Peter Lorenz durch die "Bewegung 2. Juni".
4. März 1975 Freilassung von Peter Lorenz, nachdem die Forderungen erfüllt wurden.
24. April 1975 Besetzung der deutschen Botschaft in Stockholm durch das "Kommando Holger Meins" – drei Tote, mehrere Verletzte.
21. Mai 1975 Der Prozess gegen Baader, Ensslin, Meinhof und Raspe in Stammheim beginnt.
9. Mai 1976 Meinhof wird erhängt in ihrer Zelle in Stuttgart-Stammheim aufgefunden.
14. Januar 1977 Der leitende Richter Theodor Prinzing muss wegen der Weitergabe vertraulicher Akten von seinem Amt zurücktreten.
27. Januar 1977 Entlassung Brigitte Mohnhaupts.
29. März – 1. Mai 1977 4. Hungerstreik.
7. April 1977 Generalbundesanwalt Siegfried Buback und seine Begleiter werden in Karlsruhe ermordet.
28. April 1977 Ende des Stammheim-Prozesses: Baader, Ensslin und Raspe werden zu lebenslanger Haft verurteilt.
30. Juli 1977 Der Bankier Jürgen Ponto wird bei einem Entführungsversuch durch Mohnhaupt, Susanne Albrecht und Christian Klar erschossen.
25. August 1977 Der Versuch, die Bundesanwaltschaft zu beschießen, scheitert.
9. August – 2. September 1977 5. Hungerstreik.
5. September 1977 Der Wirtschaftsfunktionär Hanns Martin Schleyer wird entführt, um Baader, Ensslin, Raspe und andere freizupressen.
22. September 1977 Knut Folkerts wird in Utrecht (NL) festgenommen, dabei wird ein Polizist erschossen.
29. September 1977 Für die Stammheim-Häftlinge wird das "Kontaktsperre-Gesetz" festgesetzt.
13. Oktober 1977 Die Lufthansa-Maschine "Landshut" wird von vier palästinensischen Terroristen entführt, um RAF-Häftlinge und palästinensische Gefangene freizupressen.
16. Oktober 1977 Der Pilot der "Landshut" wird erschossen.
17. Oktober 1977 In Mogadischu befreit die GSG 9 die Geiseln an Bord der "Landshut". Am nächsten Morgen werden Baader, Raspe und Ensslin tot in ihren Zellen in Stammheim aufgefunden. Die Mitgefangene Irmgard Möller überlebt schwer verletzt.
19. Oktober 1977 Schleyer wird von der RAF erschossen.