Rückschau: Die Kölner Bucht (WDR)
Sendeanstalt und Sendedatum:
Sonntag, 22. Juni 2008, 13.45 Uhr im Ersten
Bildunterschrift:
Der Kölner Dom in der Abendsonne
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In der Kölner Bucht fahren keine Segelboote. Auch Traumstrände sind hier eher selten, denn der Begriff meint kein Gewässer, sondern eine Landschaftsformation - im Sinne von "Einbuchtung".
Als „Kölner Bucht" wird der südliche Ausläufer der Rheinischen Tiefebene bezeichnet: ein Streifen entlang des Rheins zwischen Düsseldorf und Bonn. Überall dort, wo´s hügelig oder bergig wird, findet das Tiefland seine Grenzen. Dadurch ist das Gesicht der Region überwiegend glatt. Falten und Runzeln gibt es kaum. Zwar gibt die Metropole am Rhein der Bucht ihren Namen, doch regelrecht typisch ist das Großstädtische nicht. Allerdings stellt der Dom für die Menschen im Umland eine liebgewonnene, markante Erhebung dar und ist auch am Rand der Kölner Bucht noch gut zu sehen.
Vom Klima bevorzugt
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Obstanbau in der Kölner Bucht
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Klimatisch zählt die Landschaft zu den mitteleuropäischen Gunsträumen. Die Vegetationsphase ist lang, außerdem fällt wenig Regen. Und die Temperaturen liegen deutlich höher als in anderen Teilen Nordrhein-Westfalens. Deswegen ist die Kölner Bucht auch für Meteorologen interessant und taucht regelmäßig in den Wettervorhersagen auf. Denn während anderswo im Land beispielsweise noch tiefster Winter herrscht, kann es hier durchaus bereits frühlingshaft sein. Und kaum einer kennt sich mit diesen Kapriolen so gut aus wie Sven Plöger. Der Wetterfrosch im Ersten stammt aus Bonn, ist ein echtes Rheinlandgewächs und übernimmt für das „Bilderbuch" den Wetter-Check seiner Heimat.
Natürlich ist solches Klima gerade für Landwirte ein Riesenvorteil - und für die Kölner Bucht dadurch prägend. Weit dehnen sich die Obst- und Gemüseanbauflächen. Auf den fruchtbaren Böden werden vor allem Zuckerrüben angebaut; ein Drittel der gesamten Ackerfläche ist der anspruchsvollen Feldfrucht vorbehalten. Einmal im Jahr - zur Erntezeit - prägen dann hochbeladene Treckergespanne das Straßenbild, die sich auf dem Weg zur Zuckerfabrik befinden. Dort in Euskirchen wird während der knapp 100 Tage dauernden sogenannten „Kampagne" der Zucker im großen Stil gewonnen: 10.000 Tonnen Rüben müssen dafür verarbeitet werden - pro Tag.
Region der Superlative
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Braunkohletagebau Garzweiler
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Auch an anderer Stelle zeigt sich die Kölner Bucht als Region der Superlative - wenn es um ihre Braunkohle geht. In den Tagebauen von Hambach und Garzweiler wird so viel Brennstoff gewonnen wie nirgendwo sonst in Deutschland. 100 Millionen Tonnen Kohle beträgt die jährliche Fördermenge im Rheinischen Braunkohlerevier. Und ganz nebenbei erwähnt sind auch die beim Abbau eingesetzten Schaufelradbagger weltweit die größten.
Im „Bilderbuch" über die Kölner Bucht erzählt Clemens Gersch von Wetterfröschen und Wolkenmachern, von braunem Gold und süßen Früchten. Und davon, dass die Menschen in der Bucht „ihr" Köln zwar stets im Herzen tragen, aber gleichzeitig auch dankbar sind, wenn sie im Grünen stehen und die Großstadt nur von weitem zu sehen bekommen.
Ein Film von Clemens Gersch
Redaktion: Heribert Schwan
Reiseinfos
Auf der Internetseite von Verkehrsinfo.NRW erfahren Sie, wie Sie am besten mit Auto, Bahn oder Bus in die Kölner Bucht kommen.
Außerdem ist die Kölner Bucht über die Flughäfen Köln-Bonn und Düsseldorf zu erreichen.
Was los ist in der Kölner Bucht, sagt Ihnen dieser Veranstaltungskalender.
Und wie das Wetter in der Kölner Bucht wird, erfahren Sie hier.
Weitere Informationen:
KölnTourismus Homepage: www.koelntourismus.de
Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 22.06.2008. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

