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09.02.2012

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Die Frau vom Checkpoint Charlie
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Historischer Hintergrund



Checkpoint Charlie


Der Checkpoint Charlie war während des Mauerbestands der bekannteste Kontrollpunkt am Südende der Friedrichstraße – zwischen Berlin Mitte und Kreuzberg. 1961 sorgte er für Schlagzeilen, da sich Panzer der UdSSR und USA im Abstand von nur 200 Metern gegenüberstanden. Bis 1990 war der Kontrollpunkt die Übergangsstelle für Alliierte, Diplomaten, ausländische Touristen und Militärs der Siegermächte.

Am 22. Juni 1990 – nach der Maueröffnung – wurde der Kontrollpunkt abgebaut. Heute erinnern nur noch Reste an den historischen Ort. Rund um den Checkpoint Charlie entstanden Wohn- und Bürogebäude.

Es gab entlang der deutsch-deutschen Grenze drei innerdeutsche Kontrollpunkte: den Checkpoint Alpha bei Helmstedt, den Checkpoint Bravo bei Drewitz und den Checkpoint Charlie in der Friedrichstraße.


Das DDR Regime


Nach dem 2. Weltkrieg wurde Deutschland in vier Besetzungszonen (britische, amerikanische, französische und sowjetische Zone) eingeteilt, Berlin wurde von den vier Mächten gemeinsam verwaltet. Es entwickelte sich schon bald nach Kriegsende der weltpolitische Gegensatz zwischen den USA und der Sowjetunion, der sich besonders in dem besiegten Deutschland auswirkte (der sogenannte Kalte Krieg). Nach einem heftigen Streit im Jahr 1948 zog sich die Sowjetunion zurück, damit war die Viermächteverwaltung aufgehoben. Noch im gleichen Jahr wurde in den drei westlichen Besatzungszonen die DM eingeführt, kurze Zeit später verkündete die sowjetische Besatzungszone eine Währungsreform. Deutschland war in zwei Währungsgebiete geteilt.
1949 trat das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland in Kraft und der erste Bundestag wurde gewählt. Im gleichen Jahr wurde die Deutsche Demokratische Republik gegründet. In der DDR war die kommunistische Partei SED bestimmend. Sie übte eine Parteidiktatur aus.


Freikauf politischer Häftlinge


Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland hatte bis 1962 den Freikauf politischer Häftlinge der DDR aus ethischmoralischen Gründen abgelehnt. Diese Einstellung änderte sich, als von Seiten Ost-Berlins offizielle Signale des Interesses an solchen Geschäften deutlich wurden. Es war der Verleger Axel Springer, dem es im Frühjahr 1963 gelang, den neuen Bundesminister für gesamtdeutsche Aufgaben, Rainer Barzel, für dieses Unternehmen zu gewinnen. Bundeskanzler Adenauer, so Barzel, "überlegte nicht eine Minute" und stimmte zu.
Von ursprünglich geplanten 1.000 Häftlingen wurden im Oktober 1963 schließlich nur acht durch das Regime der DDR freigelassen. Es handelte sich dabei um ein Bargeldgeschäft auf der Basis von Kopfpreisen und brachte der DDR damals insgesamt 340.000 DM ein.
Schon ein Jahr später mutierte der politische Häftling für das SED-Regime zur Massenware. Die Freiheit für 884 Häftlinge ließ sich das SED-Regime mit 38 Millionen DM bezahlen. Zu diesem Zeitpunkt hatte man sich bereits auf einen anderen Abrechnungsmodus verständigt. Es floss nicht mehr Bargeld, sondern Häftling gegen Ware mit einem Gegenwert von 43.000 DM. Zwischen 1964 und 1989 verkaufte das SED-Regime an die Bundesrepublik insgesamt 33.755 Häftlinge zu einem Gesamtpreis von 2,3 Milliarden DM.


Der Mauerbau


Von 1950 bis zum 13. August 1961 flohen mehr als 2,7 Millionen Menschen aus der DDR in den Westen. Die DDR-Oberen wollten die "Ausblutung" ihres Staates verhindern und riegelten an diesem Tag die Übergänge von Ost- nach Westberlin fast hermetisch ab. Um Westberlin wurde eine Sperre errichtet, die in den folgenden Monaten zur Mauer ausgebaut wurde. Nach der Fertigstellung trennte eine vier Meter hohe Mauer die Ost- von den Westberlinern bis zum 9. November 1989. Winston Churchill bezeichnete sie einmal treffend als den "Eisernen Vorhang". Die deutsch-deutsche Grenze erstreckte sich etwa 1400 Kilometer von Hof (deutsch-tschechische Grenze) bis zur Lübecker Bucht.
Die DDR führte scharfe Kontrollen – mit Signalzeunen, tiefen Gräben, Stolperdrähten etc. – an allen Grenzen nach Westberlin und zur Bundesrepublik ein. Bis heute gibt es keine genaue Zahl über die Menschen, die bei Fluchtversuchen an der innerdeutschen Grenze starben.


Die deutsche Einheit


Am 7. Mai 1989 öffnete die ungarische Grenze nach Österreich. Tausende DDR-Bürger reisten im Sommer u.a. nach Budapest, um in der dortigen Botschaft der Bundesrepublik ihre Ausreise zu beantragen. Die Massenflucht zeigte, dass die Menschen nach 28 Jahren "Mauer" mit dem Leben nicht zufrieden waren. Es begann die Zeit der Demonstrationen in der DDR. Oppositionsgruppen klagten die menschenfeindliche DDR-Führung an. Die Massendemonstrationen erreichten im Oktober 1989 ihren Höhepunkt: 700.000 Menschen zogen durch die Leipziger Innenstadt. Die Sicherheitsorgane griffen nicht ein. Ende Oktober wurde Honecker als Generalsekretär der SED und als Staatsratsvorsitzender von Egon Krenz abgelöst. Am 9. November 1989 öffnete Krenz die Grenzen. In den späten Abendstunden fiel in Berlin die Mauer.

Am 3. Oktober 1990 geht die DDR nach 40 Jahren staatlicher Teilung in die BRD über.

Checkpoint Charlie in Berlin (Bild: dpa)Großansicht des Bildes Bildunterschrift: Checkpoint Charlie in Berlin ]




Schild mit Schriftzug "Deutsche Demokratische Republik" (Bild: dpa)Großansicht des Bildes Bildunterschrift: Schild mit Schriftzug "Deutsche Demokratische Republik" ]




Bau der Mauer (Bild: dpa)Großansicht des Bildes Bildunterschrift: Bau der Mauer ]




Jubelnde Menschen auf der Berliner Mauer (Bild: dpa)Großansicht des Bildes Bildunterschrift: 09.11.1989: jubelnde Menschen auf der Berliner Mauer vor dem Brandenburger Tor ]




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