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21.05.2012

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Die Frau vom Checkpoint Charlie
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Die Frau vom Checkpoint Charlie, Teil II

Wiederholung: Samstag, 03. Oktober 2009 | 21:45 Uhr im Ersten

Erstausstrahlung: 1. Oktober 2007 | 20:15 Uhr im Ersten

Fast zwei Jahre sind vergangen. Silvia und Bine leben seit dem Fluchtversuch im Heim, während ihre Mutter nach wie vor in Haft ist. Durch die DDR-Behörden erfährt Sara, dass der Westen sie freikaufen möchte. Ihr wird der Vorschlag unterbreitet, sie dem Westen zu übergeben, allerdings unter der Bedingung, dass sie der DDR das
Sorgerecht für ihre Kinder überträgt. Sara ist verunsichert, doch ihr Anwalt rät ihr, die Vollmacht zu unterzeichnen.

Nur so sei es der DDR möglich, die beiden Mädchen in den Westen nachreisen zu lassen. In dem Glauben, auf diesem Wege ihre Kinder bald wieder sehen zu können, unterschreibt sie. Im Westen angekommen, zieht Sara nach Gießen zu Marlene (Peggy Lukac), der ehemaligen Lebensgefährtin ihres verstorbenen Vaters. Voller Hoffnung, ihre Kinder bald wieder in die Arme schließen zu können, genießt sie die Freiheit. Doch als sie erfährt, dass Silvia und Bine in der Zwischenzeit bei einer Pflegefamilie leben und die DDR nicht bereit ist, ihre Mädchen in den Westen ausreisen zu lassen, bricht für Sara eine Welt zusammen. Gleichzeitig beginnt damit für sie ein neuer Kampf – der bittere Kampf m ihre Kinder. Sie reist nach West-Berlin und nimmt Kontakt zur internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) auf. Mit deren Hilfe schreibt sie Bittbriefe an die Behörden der DDR, doch ohne Erfolg . So beschließt Sara, auf anderem Weg für ihr Recht zu kämpfen: Sie macht sich auf zum Checkpoint Charlie und belagert ab sofort den Grenzübergang. Mit einem Plakat fordert sie die DDR auf: "Gebt mir meine Kinder zurück!" Unermüdlich kehrt sie jeden Tag erneut an diesen Ort zurück. Die Stasi ist über Saras Auftreten am Checkpoint Charlie außer sich und versucht mit allen Mitteln, sie unter Druck zu setzen. Zunächst wird sie telefonisch bedroht, doch als Sara weiterhin rebelliert, wird sie von einer Gruppe unbekannter Männer tätlich angegriffen. Sie gibt nicht auf, sondern beschließt, noch offensiver für ihr Recht zu kämpfen. Unterstützt wird sie dabei von dem Journalisten Richard Panter (Filip Peeters), dem sie bei ihrem Fluchtversuch aus der DDR zum ersten Mal begegnet ist. Durch seine Hilfe gelingt es ihr, bundesweit Aufsehen zu erregen.

Zeitgleich versuchen die Pflegeeltern von Saras Kindern, das Ehepaar Regina (Julia Jäger) und Martin Pries (Götz Schubert), Silvia und Bine an sich zu binden und die beiden davon zu überzeugen, dass das Staatssystem der DDR das einzig Richtige sei. Dass ihre Mutter Sara sich gegen dieses System aufgelehnt habe, sei ein großes Unrecht gewesen. Während Bine sich nicht beeinflussen lässt und weiterhin fest zu ihrer Mutter hält, fällt es Silvia schwer zu glauben, dass ihre Mutter sie nicht vergessen hat und nach wie vor um sie kämpft...

Nach mehrmonatigem Protest am Checkpoint Charlie wird Sara schließlich vom Staatssekretär des Ministeriums für Innerdeutsche Beziehungen der BRD dazu aufgefordert, sich eine Zeit lang ruhig zu verhalten. In ihrer Sache würden bereits Gespräche auf höchster Ebene geführt. Sara kommt der Bitte nach und fährt mit Richard Panter für ein paar Tage an die See, um sich von den Strapazen der vergangenen Zeit zu erholen. Auf dieser Reise gesteht ihr Richard seine Liebe, doch Sara kann – gefangen in ihren bisherigen Erfahrungen – ihr Misstrauen nicht überwinden und ihm ihr Vertrauen schenken.

Zurück in Berlin erfährt Sara, dass auch die Bemühungen des Staatssekretärs nicht gefruchtet haben. Sie schmiedet daraufhin einen neuen Plan: Sie will bei der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) in Helsinki öffentlich demonstrieren. Gemeinsam mit Richard reist sie nach Finnland. Als dieser jedoch bemerkt, dass Sara ihn seit längerem beschatten lässt, kommt es zum Streit zwischen den beiden und Richard reist enttäuscht ab. Wenig später wird Sara von Spitzeln der Stasi in eine Falle gelockt und kann nur knapp einem Mordanschlag entgehen. Obwohl sie mit ihrer Aktion weltweites Aufsehen erregt hat, lassen ihre Kraft und ihr Kampfgeist langsam nach. Zu lange hat sie schon erfolglos um ihre beiden Kinder gekämpft. Unterdessen spielt die Stasi ihre letzten Karten aus: Saras Kindern wird erzählt, dass ihre Mutter im Westen gestorben sei. Sara erfährt, ohne den Grund auch nur zu ahnen, dass ihre Töchter sich mit einer Adoption durch ihre Pflegeeltern einverstanden erklärt haben. Sie ist zutiefst verletzt – ihr Kampf scheint umsonst gewesen zu sein. Voller Verzweiflung nimmt sie all ihren Mut zusammen und versucht, über die Grenze am Checkpoint Charlie zurück in den Osten zu gelangen...


Sara sitzt im Gefängnis (Bild: MDR/UFA/Stefan Falke)Großansicht des Bildes Bildunterschrift: In der Gefängniszelle: Sara (Veronica Ferres) hat den Brief ihrer Kinder gelesen.
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Sara fesselt sich an einen Fahnenmast (Bild: MDR/UFA/Stefan Falke)Großansicht des Bildes Bildunterschrift: Eine Aktion vor dem Gebäude der KSZE-Konferenz. Sara Bender (Veronica Ferres) gefesselt am Fahnenmast. ]




Sara und Richard (Bild: MDR/UFA/Stefan Falke)Großansicht des Bildes Bildunterschrift: Am Nordsee-Strand: Sara (Veronica Ferres) and Richard (Filip Peeters). ]




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