DasErste.de - Springe direkt zu

Inhalt.
Hauptnavigation.
Weitere Inhalte.

10.02.2012

Fernsehen zum Anklicken
Die Frau vom Checkpoint Charlie
Inhalt

DasErste.de - Die Frau vom Checkpoint Charlie -Gästebuch

Seite 1 von 17
Nächste Seite


Von Ina Engelmann am Montag, 15. Oktober 2007

Der Film war sehr gut, hat aber viele schlimme Erinnerungen geweckt. Meine Familie stammt ebenfalls aus der DDR. Beide waren nach einem Fluchtversuch inhaftiert und meine Vater 1982 nochmal wegen Fluchthilfe. Meine Geschwister habe ich erst nach der Maueröffnung kenn gelernt.
Ich kann mich nicht mehr an Frau Gallus erinnern, jedoch kennt meine Mutter sie noch, da auch wir am Checkpoint Charly standen und auf die Freilassung meines Vaters hofften.
Dieser wurde dann 1984 freigekauft.



Von Elke Schreiber am Montag, 15. Oktober 2007

Der Film war sehr gut und autentisch.
Ich habe die DDR auch so erlebt. Nur eine Flucht mit KInd, da war ich zu ängstlich. Und ich habe erst in den letzten 6 Jahren erfahren, was noch alles so passiert ist vor allem mir persönlich. Man wurde wirklich von der eigenen Familie bespitzelt und (ich nenne es mal misshandelt). Es gab vieles was man mir aus meinem Gedächtnis gestrichen hat, was jetzt wieder zum Vorschein kam. Aber ich war so krank dadurch, dass ich nicht darüber reden kann. Auch mein Sohn -Dadurch in Mitleidenschaft gezogen, man hat auf meine Schwangerschaft keine Rücksicht genommen, sondern man wollte sie verhindern. Dieser Film und die Sendung bei Anne Will hat mich aufgeweckt. Man darf die Stasivergangenheit nicht verduschen oder beschönigen. Sondern die Schuldigen sollten dafür Bezahlen. Z.B. Pfändung der Miete, 350 Euro reicht für Sie.
Gefängnisstrafe kostet ja zuviel Steuergeld. Das Leid was vielen angetan wurde, kann man sowieso nicht ersetzen. Ich lebe jetzt in Bayern, der Umzug erfolgte leider viel zu spät, aber mit Medikamenten und ich bin jetzt mit 52 in E-Rente und dem verarbeiteten Wissen geht es mir relativ gut. Weitere Filme in dieser Art und toller Besetzung sind wünschenswert


Von ZELLER Werner am Sonntag, 14. Oktober 2007

Als Schweizer reiste ich 1966 erstmals mit dem Flugzeug nach West-Berlin. Unsere Landung war auf dem Flughafen Schönefeld und der Grenzübertritt beim Kontrollpunkt Neuköln. Schon bei der damaligen Kontrolle durch die DDR Grenzbehörde spürte und fühlte ich, wie beengt das Leben in der DDR gewesen sein musste. Für mich damals fast nicht verkraftbar. Die Stadt Berlin hatte mich nach diesem Besuch so faziniert, dass ich bis zum heutigen Datum 10 mal nach Berlin reisen durfte. Ich besuchte jedesmal Ostberlin und benützte dazu den Grenzübergang Checkpoint Charly. Ausser dem einen Mal, als ich mit meiner damals 10 jährigen Tochter beim Bahnhof Friederichstrasse nach Ostberlin einreisen wollte. Es hatte so viele Leute vor den Einreiseschaltern und wir entschlossen uns umzukehren und wieder beim Checkpoint Charly nach Ostberlin zu gehen. Doch unser Gebaren ist unter den unzählig anwesenden Leuten den DDR-Beamten aufgefallen und wir sind mit der Frage konfrontiert worden, aus welchem Grunde unsere Umkehr. Ich erklärte ihnen kurz, als Schweizer dürfe ich beim Checkpiont Charly die Grenze überschreiten. Das gehe dort flüssiger und einfacher. Diese gegebene Antwort war für die Beamten nicht so leicht. Doch uns ist nach längerem hin und her gewährt worden mit der Ubahn an die Kochstrasse zu fahren.
Beim Übertritt und Kontrolle am Kontrollpunkt Friedrichstrasse sind meine Tochter und ich auseinander genommen worden. Wir waren also getrennt und ich bin nach ca. 1 stündigem Befragen über die Gründe des Besuches in Ostberlin, wieder mit der Tochter zusammengeführt worden. Es stellte sich nachträglich heraus, unsere Umkehr beim Bahnhof Friedrichstrasse ist zum Strassenkontrollpunkt Friedrichstrasse gemeldet worden. Da fühlte man die Willkür und die Personenbeobachtung, die da herrscht, am eigenen Leibe. Dieses Erlebnis werde ich nie vergessen. Und deshalb war der Film "Die Frau vom Checkpiont Charly" für mich sehr emotional und machte mich sehr nachdenklich was damals zur DDR-Zeiten alles Schlimme passierte. Vor allem was die Freiheit der Menschen betraf.
Und auch der Fall Jutta Gallus war mir aus den Medien und Zeitungen bekannt.
Heute bereiste ich das Gebiet der ehemaligen DDR und bin begeistert, wie viel gearbeitet wurde und wie schön die verschiedenen Gebiet in Ostdeutschland sind. Nur ein paar Beispiele, Rügen, Schwerin, Potsdam, Rostock, Dresden und das wunderbare Erzgebirge. Es ist für mich heute immer noch schwer nachvollziehbar, dass dies alles möglich war, was der Film erzählt. Und zum guten Glück, hoffen wir, nicht mehr möglich wird.
Das ein paar Gedanken meinerseits.
Abschliessend darf ich und muss ich sagen und schreiben, der Film hat mich innerlich sehr bewegt.

Von Bianca am Sonntag, 14. Oktober 2007

Also ich fand diesen Film echt gut gelungen, da auch beide Seiten gezeigt wurden. Nicht nur das die DDR mit ihrer Stasi Menschen unrechtens angetan haben ,auch das die BRD nicht besser war. Denn wie heißt der schöne Spruch:" Nicht alles was glänzt ist gold. Meine Eltern und Verwandete lebten und leben in der "DDR" (da es sie jetzt nicht mehr gibt)ihnen ging es gut und geht es immer noch gut.Ich würde zwar nicht die Mauer wieder haben wollen, aber ein bisschen mehr soziales Umfeld würde uns allen gut tun.

Das ist meine Ansicht über West und Ost.

Achso und für alle die es noch nicht gemerkt haben : ES GIBT DIE MAUER NICHT MEHR! KEINE WEST UND OST MEHR. WIR SIND EIN
DEUTSCHLAND.

Von Peter Geist am Sonntag, 14. Oktober 2007

Es ist schon interessant, dass sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen dafür hergibt, einfältigste Ideologie-Filme zu produzieren, die in der ästhetischen Primitivität nur mit "Jud Süß" oder "Ernst Thälmann - Sohn seiner Klasse" zu vergleichen sind. Nur zwei absurde Details: Dreimal werden Szenen aus dem Kinderheim aufgeführt, und jedesmal sind die Kinder pionierhalstuchbestückt beim Zwangsabsingen von Pionierliedern: einfach nur lächerlich. Die Stasi will unsere Heldin ausgerechnet während einer Helsinki-Konferenz umbringen - so bescheuert waren die aber ganz sicher nicht, sich dadurch in einen internationalen Skandal zu hangeln. Ein Film, der keine adäquaten Gegenspieler zulässt und nur eine einsame Heroenfigur zulässt, ist per se Kitsch, in diesem Falle Ideologiekitsch. Und siehe da, der Dokumentarfilm fördert Fakten zutage, die den Grundbedingungen von Dramatik eigentlich viel eher entsprechen: Der geschiedene Ehemann bekam die Kinder zugesprochen, aber man hatte die Kinder nicht gefragt, ob sie nicht zu ihrer Mutter wollten. Frau Gallus hatte durch ihr mit dem Berliner Kirchenstörer vergleichbaren Verhalten das Gegenteil des von ihr Bezweckten erreicht - ein Fall von notorischem Narzissmuss und vor allem Dummheit. So etwas zu einer Legende zu stilisieren ist infam, aber bezeichnend für die Hilflosigkeit, die Menschenverachtung jetziger Coleur durch Dämonisierungen von DDR-Geschichten zu kaschieren. Hätte man sich an die wahre Geschichte auch nur irgendwie gehalten, hätte ein durchaus berührender Film entstehen können. So aber haben wir uns krank gelacht ob der Einfältigkeit, mit der uns Agit-Prop gereicht wurde. Die Perfiditäten der DDR sollen selbstredend dargestellt werden, aber dieser Film ist eine Zumutung.

Von Werner am Freitag, 12. Oktober 2007

Meine Geschichte wäre zwar etwas spannender angekommen, aber wenn es um das Schicksal von Kindern geht, da vergisst man das
eigene Erlebte. Ich selbst bin auch in die Stasifalle geraten und habe als 20 Jähriger etwas unter Druck unterschrieben, aber habe immer versucht, der Stasi aus dem Weg zu gehen. Die DDR war
Leuten unmenschlich, die offen ihre Meinung sagten.Für mich stand deshalb fest, diesen Staat zu verlassen und nach Haft und einigen Versuchen, endlich den Weg in die Freiheit zu bekommen.

Von Spitzner Ulf am Donnerstag, 11. Oktober 2007

Der Film ist absolut die Wirklichkeit wie es zu DDR Zeiten war. Meine Hochachtung allen denjenigen welche eine solche Geschichte ihr eigen nennen können.

Von Rosemarie am Donnerstag, 11. Oktober 2007

Danke für diesen Film...
Ich konnte mir mir vergneifen, ihn schon mal vorab auf Arte zu schauen. Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen. Vielleicht, für die meckernden Forumteilnehmer, es war von der DDR aus nicht gerade leicht, einen einigermaßen sicheren Fluchtweg zu finden, dazu brauchte man unbedingt westliche Hilfe. Die hatte Frau Gallus/Fleck nicht. Aus diesem Grunde die etwas naiv anmutende Flucht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es bereits 1972 nahezu unmöglich war, über das sozialistische Ausland eine Flucht zu planen geschweige denn durchzuführen - die Grenzen waren einfach zu dicht. Meine eigene Flucht 1972 wurde über 1 1/2 Jahre vom Westen aus geplant - sie ging nur gut, weil ich, 1. bis zum Schluss keine Kenntnis von den Fluchtplänen hatte - so konnte ich mich auch nicht - bei einem evtl. Verhör - verplappern und 2. die Personen waren alle absolut vertrauenswürdig. In der DDR konnte man sich dessen nicht sicher sein - der Film hat diese Tatsache gut rüber gebracht.
Was es heisst im Knast zu sitzen und unter Druck ein Papier zu unterschreiben, kann nur der nachvollziehen den es betrifft. Frau Gallus/Fleck konnte weder wissen, zu welchen Grausamkeiten der Staat in der Lage war, noch welche Konsequenzen sich für sie und ihre Kinder daraus ergeben - diese Härte des Staates wurde erst nach dem Mauerfall bekannt.
Also, eine Bitte an diejenigen welche nie in eine derartige Lage waren oder eine Flucht nicht selbst erlebt oder durchlebt haben, ein wenig mehr Zurückhaltung an dieser Stelle wünsche ich mir. Ich jedenfalls werde mich immer an den Mauerbau am 13. Aug. 1961 erinnern und - soweit es mir möglich ist - zu verhindern wissen, dass so etwas nie wieder geschieht.


Von sdrtgsruh am Donnerstag, 11. Oktober 2007

Hallo!

Ich fand den Film sehr gut!

Von Christian Berg am Donnerstag, 11. Oktober 2007

Zitat "Von Horst am Sonntag, 7. Oktober 2007":

"... Eigentlich dürfte sowas nicht im Fernsehen gesendet werden."

Es sei die Frage gestattet: Im Osten nichts Neues?

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW