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10.02.2012

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Contergan
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AUGUST ZIRNER als DR. NAUMANN

Zur Person:

August Zirner kam als Sohn österreichischer Emigranten in den USA zur Welt. Seine künstlerische Ausbildung absolvierte er am Wiener Max-Reinhardt-Seminar. Auf sein Theaterdebüt am Wiener Volkstheater folgten Engagements an renommierten Bühnen, u.a. an den Staatstheatern Hannover und Wiesbaden und an den Münchner Kammerspielen.

Bis heute macht Zirner immer wieder Abstecher auf die Bühne, doch steht er seit Mitte der 80er Jahre zumeist vor der Kamera. Dank seiner Vielseitigkeit wurde er zu einem der gefragtesten Darsteller in Fernseh- und Filmproduktionen. So spielte er zum Beispiel in "Café Europa" (1990, Regie: Franz Xaver Bogner), in "Homo Faber" (1991, Regie: Volker Schlöndorff) sowie in "Geld" (1989) von Doris Dörrie. Dörrie war es auch, die August Zirners Talent zur Komik entdeckte. Richtig bekannt wurde er durch die Beziehungskomödie "Stadtgespräch" (1995, Regie: Rainer Kaufmann), wo er in der Doppelrolle des braven Ehemanns und entflammten Liebhabers brillierte. Zugleich machte er das breite Fernsehpublikum in der ARD-Serie "Zwei Männer und die Frauen" (1995, Regie: Jörg Grünler) auf sich aufmerksam. Nicht weniger als im komischen Fach überzeugte er in der Rolle des Bösewichts, etwa als Frauenmörder in dem Psychothriller "Eiskalte Liebe" (1997, Regie: Jan Ruzicka).

Wie breit sein Rollenspektrum ist, bewies er in bisher etwa achtzig Filmen, darunter so unterschiedliche Produktionen wie die Krimis "Die Apothekerin" (1997, Regie: Rainer Kaufmann) und "Der Hahn ist tot" (2000, Regie: Hermine Huntgeburth) nach den Büchern von Ingrid Noll, die Kinderkinofilme "Pünktchen und Anton" (1999, Regie: Caroline Link) und "Das Sams" (2001, Regie: Ben Verbong), die vierteilige Uwe-Johnson-Verfilmung "Jahrestage" (2000, Regie: Margarethe von Trotta), die historischen Filme "Taking Sides – Der Fall Furtwängler" (2001, Regie: Istvan Szabo), "Carola Stern – Doppelleben" (2004, Regie: Thomas Schadt), "Speer und Er" (2005, Regie: Heinrich Breloer ) und die Kleist-Verfilmung "Käthchens Traum" (2004, Regie: Jürgen Flimm). Großes Medienecho fand im vergangenen Jahr der WDR-Fernsehfilm von Regisseur Züli Aladag "Wut" zur Integrations-Thematik. August Zirner ist als politisch-korrekter Uniprofessor Anlass und Opfer der Angriffe eines Deutschtürken – eine Darstellerleistung, für die er mit dem Grimme Preis geehrt wurde. Zuletzt sah man ihn in der ARD als besorgten Vater im Fernsehfilm "Meine böse Freundin" (2007, Regie: Maris Pfeiffer) sowie auf dem großen Festivalparkett der Berlinale 2007 in Stefan Ruzowitzkys Wettbewerbsbeitrag "Die Fälscher", der anschließend erfolgreich in die deutschen Kinos kam. Ein breites Familienpublikum amüsierte sich im vergangenen Sommer über Zirners Darstellung eines wundertätigen Apothekers in der Fantasykomödie "Herr Bello" (Regie: Ben Verbong).

Als gebürtiger Amerikaner dreht August Zirner aber auch immer wieder in seiner Muttersprache. Beispiele dafür sind "Ein Haus in Irland" (2005, Regie: Gillies MacKinnon ) – dort war er der Ehemann von Andi McDowell, "A Sound of Thunder" (2005, Regie: Peter Hyams), wo er an der Seite von Ben Kingsley zu sehen war, oder "Amen" (2002) unter der Regie von Constantin Costa-Gavras.

Zur Rolle:

Im Rechtsstreit um Contergan vertritt der brillante Anwalt Dr. Naumann die Herstellerfirma. Das Familienunternehmen scheint für seine Kanzlei ein vergleichsweise kleiner Fisch, vertritt er doch viel größere Konzerne. Aber Naumann stellt fest, dass er seinen Gegner unterschätzt hat. In der Hoffnung auf Verjährung spielt er im Prozess auf Zeit. Um Paul als Anwalt der Gegenseite in die Defensive zu bringen, greift Naumann zu raffinierten Tricks.
August Zirner als Dr. Naumann (Bild: WDR/Weber)Großansicht des Bildes Bildunterschrift: August Zirner als Dr. Naumann ]

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