08.02.2012

Der Untergang
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Eva Braun, Hitler und Albert Speer (Bild: NDR/Constantin Film)

Albert Speer besucht Hitler und Eva Braun im Führerbunker. Er hofft, Hitler zur Flucht überreden zu können.
 

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Der Untergang
 
Spielfilm Deutschland 2004

Die Münchnerin Traudl Junge nimmt im November 1942 eine Stelle als Privatsekretärin Adolf Hitlers an. Die 22-Jährige weicht nun nicht mehr von der Seite des Diktators und folgt ihm im April 1945 in den Führerbunker der Berliner Reichskanzlei. Während draußen die Rote Armee vorrückt und die dezimierten deutschen Truppen im Häuserkampf aufreibt, bereitet Eva Braun im Bunker ein Fest zu Hitlers 56. Geburtstag vor. Bei dem Sektempfang bitten prominente Nazis ihren "Führer", Berlin zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Doch von Kapitulation will Hitler nichts wissen. Mit Armeen, die nur in seiner Fantasie existieren, will er immer noch den "Endsieg" herbeiführen.

Als Reichsinnenminister Himmler eigenmächtig mit den Alliierten verhandelt, lässt Hitler dessen Adjutanten Fegelein, Eva Brauns Schwager, exekutieren. Albert Speer, Rüstungsminister, Lieblingsarchitekt und treuer Gefolgsmann, teilt dem Führer mit, dass er aus Rücksicht auf die Zivilbevölkerung den Befehl missachtet habe, dem Feind "verbrannte Erde" zu hinterlassen. Der Führer ist erschüttert von diesem Vertrauensbruch.

Als es keinen Ausweg mehr gibt, diktiert er Traudl Junge sein Testament und heiratet Eva Braun: Der Standesbeamte muss Hitler fragen, ob er Arier sei. Hitler lässt sich von Prof. Haase den Gebrauch von Zyankali erklären und erteilt seinem persönlichen Adjutanten Günsche den Auftrag, seinen Leichnam zu verbrennen. Nach Hitlers Tod tötet Magda Goebbels ihre sechs Kinder. Danach erschießt Goebbels, bis zuletzt glühender Verehrer Hitlers, seine Frau und dann sich selbst. Mit knapper Not entkommt Traudl Junge dem Inferno...

Der beeindruckende und umstrittene Film basiert auf den Aufzeichnungen, die Traudl Junge kurz vor ihrem Tod veröffentlichte, und auf der Hitlerbiografie „Der Untergang“ des Publizisten Joachim Fest. In seinem minuziösen Doku-Drama entdämonisiert Regisseur Oliver Hirschbiegel („Das Experiment“) den Diktator. Unterstützt von der Crème de la Crème des deutschen Films, gelingt es Bruno Ganz, sich dem „Führer“ so überzeugend anzuverwandeln wie vor ihm kein anderer. Er porträtiert den Diktator als realitätsfernen Choleriker, der gelegentlich auch charmant sein konnte. Der Versuch, ihn nicht als Monster, sondern als gestörten, widersprüchlichen Menschen vorzuführen, der seine Macht aus der Hörigkeit anderer saugte, verleiht dem Film politische und psychologische Brisanz. Denn dieser dokumentarisch exakte, dramatisch verdichtete Abriss der letzten zwölf Tage des Dritten Reiches ist nicht nur ein Bunker-Kammerspiel, sondern öffnet sich auch der Außenwelt. Er zeigt nicht nur die Drangsalierung der Bevölkerung durch die SS, sondern auch, wie der Terror nach Hitlers Tod tagelang weiterging. Das Erste zeigt als Free-TV-Premiere die Kinofassung.

 
Besetzung
Adolf Hitler    Bruno Ganz 
Traudl Junge    Alexandra Maria Lara 
Magda Goebbels    Corinna Harfouch 
Joseph Goebbels    Ulrich Matthes 
Eva Braun    Juliane Köhler 
Albert Speer    Heino Ferch 
Professor Schenck    Christian Berkel 
Professor Dr. Werner Haase    Matthias Habich 
Hermann Fegelein    Thomas Kretschmann 
     
Musik:    Stephan Zacharias 
Kamera:    Rainer Klausmann 
Buch:    Bernd Eichinger 
Regie:    Oliver Hirschbiegel 
 
 
Mittwoch, 26. Januar 2011 um 23.15 Uhr
 

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