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15.03.2010

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Die Flucht

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DasErste.de - Die Flucht - Gästebuch

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Von am Samstag, 14. April 2007

Man muss nicht alles zeigen - oder hätte man noch 20 Minuten lang Massenvergewaltigungen mit anschliessenden Erschiessungen zeigen sollen? Die Stapel von verhungerten und an Erschöpfung gestorbenen Menschen, die weite Strecken des Trecks säumten, weil man sie einfach liegen lassen musste, um keine Zeit zu verlieren und den Treck nicht aufzuhalten? Die zerlumpten Gestalten, die sich der Mäntel und Stiefel der Toten bemächtigten, weil sie selbst nicht erfrieren sondern überleben wollten



Hätte man machen sollen,dann ähnelte der Film etwas näher an der Wirklichkeit. Wenn man so ein Thema verfilmt, dann bitte richtig oder garnicht.


Von Renate am Sonntag, 8. April 2007

...unbedingt lesen: Kommentar von H.Kintscher auf Seite 23 dieses Gästebuchs (tagebuchartige Erinnerungen eines Kindes/Jugendlichen).

Sowohl diese Schilderungen als auch der Zweiteiler "Die Flucht" haben mir alles deutlich vor Augen gestellt, was ich (Jg. 1952) bisher nur aus Schilderungen meiner Grosseltern und Eltern kannte. Mein Vater (kein Deutscher, sondern ausgebürgerter Schweizer) geriet 1944 in russische Kriegsgefangenschaft und kehrte erst 1949 aus Sibirien zurück. Meine Mutter war mit ihren Eltern und meiner Schwester (Jg. 1944) auf der Flucht vor den Russen. Glücklicherweise konnte mein Grossvater kutschieren und hatte ein Pferd auftreiben können. Teilweise wurden die Menschen in Handwagen transportiert, wenn sie zu schwach zum Laufen waren. Viele Säuglinge und alte Leute starben auf der Flucht vor Kälte oder verhungerten. Man konnte sie in dem gefrorenen Boden nicht einmal richtig beerdigen. Links und rechts von den Trecks muss es schlimm ausgesehen haben...

Natürlich kann man in 3 Stunden nicht in epischer Breite auf alles eingehen, was damals passiert ist. Auch finde ich wichtig, dass der erste Teil die Entwicklung zeigt, die schliesslich zur Flucht geführt hat.

All denen, deren Kommentare ich (bis auf Seite 24 immerhin) in den letzten 2 Stunden gelesen habe, und die der Meinung sind, der Film sei nicht authentisch (sprich: grausam) genug gewesen, denen kann ich nur empfehlen, sich mit alten Menschen zu unterhalten, die diese Zeit miterlebt haben, und ansonsten ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Ausserdem gibt es genügend Literatur zu dieser Zeit. Man muss sie nur suchen. Z.B. das Buch "Nirgendwo ist Poenichen".

Man muss nicht alles zeigen - oder hätte man noch 20 Minuten lang Massenvergewaltigungen mit anschliessenden Erschiessungen zeigen sollen? Die Stapel von verhungerten und an Erschöpfung gestorbenen Menschen, die weite Strecken des Trecks säumten, weil man sie einfach liegen lassen musste, um keine Zeit zu verlieren und den Treck nicht aufzuhalten? Die zerlumpten Gestalten, die sich der Mäntel und Stiefel der Toten bemächtigten, weil sie selbst nicht erfrieren sondern überleben wollten?

Für mein Empfinden war der Film drastisch genug; die Erzählungen meiner Grosseltern liefen bei mir sozusagen im Hinterkopf immer mit. Genauso ist es gewesen - nur noch viel schlimmer.

Aber auch die Klischees stimmen - es gab genauso den barmherzigen russischen Soldaten, der Eier und Brot an Frauen und Kinder verteilte, wie die "Ewiggestrigen", die nach Kriegsende noch in ihrer braunen Uniform herumgelaufen sind (geht mal jemand auf einen Kameradschaftsabend der "heldenhaften Überlebenden"?).

Alles in allem - kein bunter Film mit möglichst viel Blut und Gewalt - aber beides ist in jeder Sekunde beklemmend greifbar zu spüren. Schade dass viele Menschen offenbar verlernt haben, "zwischen den Zeilen zu lesen" oder "zwischen den Bildern zu sehen".

Grosses Lob an sämtliche Schauspieler.

Von Elfi Hornby am Samstag, 31. März 2007

Endlich...endlich! Vielleicht darf man jetzt auch der Deutschen tragisches Schicksal bedauern.

Eine Frage:
Wann kommt der Film nach USA?



Von Dustin linsert am Mittwoch, 28. März 2007

ich fand den film voll langweilig wie haben den film in der schule gesehen und ich bin fast eingeschlafen!!1

Von Christian Pache am Samstag, 24. März 2007

Meine Familie stammt aus Oberschlesien, Giersdorf, Kreis Neisse, Reg.-Bezirk Oppeln und wurde am 10.06.1946 endgültig aus ihrer Heimat vertrieben. Meine Großeltern hatten gerade neu gebaut und das Haus war bei Kriegsende noch nicht bezugsfertig. Es wurde von den Polen leider abgerissen. Heute steht auf diesem Grundstück nichts mehr, nur noch grüne Wiese. Die Landschaft ist wunderschön, ich war das 1. Mal 1993 in Schlesien, kurz nach dem Tode meiner Großmutter. Da mein Besuch kurz nach der Wende stattgefunden hat, war noch vieles im Argen, verfallene Häuser, verfallene evangelische Kirchen in Neisse und Bad Ziegenhals. Ich finde den Zweiteiler "Die Flucht" sehr intensiv, es geht ziemlich stark an die Substanz, vor allem der 2. Teil. Da dieses Thema immer unter den Teppich gekehrt worden ist, finde ich es sehr wichtig, dass solche Filme, wie "Die Flucht" gedreht werden. Tolle Schauspieler, gibt es noch mehr Fans von Maria Furtwängler, Tonio Arango und Max von Thun?

Von N.M. am Samstag, 24. März 2007

Ein sehr beeindruckender Film! Ohne sentimentalen Klischees.
Was ich (Jahrgang 1972) allerdings im Fernsehen sehr vermisse, sind noch mehr Dokumentationen von Zeitzeugen. Obwohl es schon
Einige gab, denke ich, dass sie durchaus ausführlicher und mit mehr Hintergrundwissen gespickt hätten sein können.
Denn wir haben nur noch wenige Jahre Zeit lebende Zeitzeugen zu diesem düsteren Kapitel unserer Geschichte befragen zu können.
Unsere Enkel und bald auch unsere Kinder haben diese Chance nicht mehr!


Von holger christian stockinger am Freitag, 23. März 2007

zu heinrich salomon seiner bemerkung
ist eigentlich nichts zu sagen

zeitschreiber und zeitgeister scheuen meist immer eines: die zeitung von gestern

siehe: göbbels und die aktuelle kamera der ddr

Von stockinger am Freitag, 23. März 2007

das tagebuch anne franks kann sowenig verfälscht sein wie das unsagbar schreckliche

das hörbare von konsonanten wie kz oder zk lässt immer an todesmaschinerien denken,

guhlack - oder wie

Von Yvonne Kreuder aus Meiches am Mittwoch, 21. März 2007

Habe eben ganz vergessen meine E-Mail Adresse anzugeben,
denn ich bin ja wie schon mal erwähnt auf der Suche nach Kontakt zu anderen Maria Furtwängler Fans!!!
CoCoAr@lycos.de

Von Yvonne Kreuder aus Meiches am Mittwoch, 21. März 2007

Habe mir natürlich "Die Flucht" angeguckt und war vollkommen
überwältigt, fasziniert und einfach nur hellauf begeistert!
Werde mir auf jeden Fall das Buch und auch die DVD kaufen!
Finde "Die Flucht" für 100%ig oscarreif!
Ein superdickes, riesen großes Lob an das gesamte Team von "Die Flucht"!
Suche Kontakt zu anderen Maria Furtwängler Fans!
Finde sie ist eine wirklich hervoragende und einzigartige Schauspielerin!!!

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