Rückschau: Musiktitel - Sendung vom 31. Januar 2010
Bei den ersten "Druckfrisch"-Musikern des Monats des neuen Jahrzehnts ist es nicht einmal ganz klar, wie sie heißen.
Die beiden Finnen Mika Vainio & Ilpo Väisänen starteten ihre Karriere zunächst unter dem Bandnamen "Panasonic". Zu der Zeit spielten sie ihre minimalistische Elektro-Musik zumeist auf selbstgebastelten Instrumenten, die in alte Schreibmaschinekoffer oder Gigarrenschachteln eingebaut waren. Nachdem der gleichnamige Elektronik-Konzern die Rechte an ihrem Bandnamen reklamierte strichen sie ein "A" aus ihrem Bandnamen, nannten sich fortan "Pan Sonic" und veröffentlichten flugs eine CD namens "A".
Gerne arbeiten die beiden schweigsamen Finnen, die gerne überlaute Konzerte geben, mit anderen Musikern zusammen: Unter den schwer vermittelbaren Bandnamen "Vega, Vainio, Väisänen", kurz VVV, veröffentlichten sie 1998 mit der No-Wave-Legende Alan Vega eine CD unter dem Namen "Endless", der der gleichnamige Track entstammt mit der diesmal in "Druckfrisch" in düstere deutsche Unter- und Bunkerwelten eingeführt wird.
Überhaupt ist die Sendung musikalisch diesmal ziemlich finnisch: Der Beethoven, der James Elloys direkten Kontakt zu Gott illustriert, wurde von Paavo Järvi und seinem munter drauflos musizierenden Orchester der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen eingespielt: Der spannendste Beethoven unserer Zeit.
Die "Druckfrisch"-Musiktitel vom 31. Januar 2010:
Titel: Gee, I Really Love You
Interpret: Heavy Trash
Titel: Roadhouse Bles
Interpret: Status Quo
Titel: 3. Symphonie op. 55 4. Satz Finale, Allegro Molto
Interpret: Beethoven, Paavo Järvi & Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Titel: Endless
Interpret: Pan Sonic & Alan Vega
Titel: Magnolia
Interpret: Console

