Dülmener Wildpferde
Die jungen Wilden sind da!Die älteste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1316. Im Merfelder Bruch nahe der Stadt Dülmen leben heute noch etwa 300 dieser Pferde auf 1500 Morgen naturbelassener Landschaft. Zwar sind die Dülmener keine Wildpferde im zoologischen Sinne, denn im Laufe der Jahrhunderte haben immer wieder entlaufene Kriegs- und Bauernpferde in der Herde mitgemischt.
Domestikationsmerkmale – wie zum Beispiel ein fuchsfarbenes Fell oder weiße Abzeichen an Kopf oder Beinen – wurden aber durch Verwendung von Deckhengsten ursprünglicher Rassen, wie Mongole, Huzule, Exmoor oder Konik, weitgehend ausgemerzt. Bei den Dülmenern gibt es nur Falben: mausgraue und gelbbraune. Weitere Hinweise auf ihre wilde Vergangenheit sind Aalstrich, Schulterkreuz und gelegentlich Streifen an den Beinen.
Seit 1988 engagiert sich eine Interessengemeinschaft für die Zucht und Reinerhaltung dieser alten und einzigen bodenständigen Kleinpferderasse Deutschlands: Die Dülmener sollen einem größeren Freundeskreis zugänglich gemacht und auch im Reit- und Fahrsport eingesetzt werden, denn nur so haben die sympathischen Wildpferdchen langfristig eine Chance. In der Wilhelma jedenfalls können nun über zwei Millionen Besucher pro Jahr ein Dülmener Wildpferd von Nahem sehen, es anfassen und – zumindest die Kinder – auch mal darauf reiten. Die Möglichkeit zum Ponyreiten bietet die Wilhelma ab Ostern in den Herbst hinein an: jeweils an den Wochenenden und in den Ferien täglich.
(Quelle: Wilhelma)


