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21.03.2010

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Happy End für Upala

Abenteuer im Gorillakindergarten

Für den kleinen Neuankömmling Upala stehen die Zeichen auf "Happy End" eines längeren Leidenswegs. Um das Leben des kleinen Gorillas zu retten, hatte er von seiner Mutter Chuma und der Familiengruppe in Heidelberg getrennt werden müssen.

Der Grund: Chuma, übrigens eine Enkelin der 2008 verstorbenen Stuttgarter Gorillafrau Dina, hatte Upala immer wieder links liegen lassen und ihn nicht ausreichend vor den rüden Angriffen seines zweijährigen Halbbruders Banjoko geschützt. Nach einem besonders brutalen Übergriff hatten ihn die Pfleger aus dem Gehege geholt – reglos und wie tot. In Absprache mit der Artkommission fiel die Entscheidung, Upala in die Wilhelma zu bringen, wo er im europäischen Affenkindergarten von Hand aufgezogen wird und dennoch mit Artgenossen aufwachsen kann.

Offenbar die richtige Entscheidung, denn schon nach einer Woche konnte Upala wieder lachen und erholte sich prächtig während der Rund-um-die-Uhr-Betreuung seiner Pflegerinnen von seinem Trauma. Hatte das stark geschwächte Gorillababy bereits unter den Fittichen seiner Heidelberger Pfleger von 3700 auf über 5000 Gramm tüchtig zugelegt, so kamen in der Wilhelma in nur dieser einen Woche weitere 500 Gramm hinzu. Der Nachholbedarf war offenbar groß.

Aber immerhin genügten mittlerweile sechs statt acht Fläschchen pro 24-Stunden-Tag sowie Äpfel, Birnen und Fenchel-Snacks zum Knabbern zwischendurch. Auch einen gesunden Schlaf fand Upala glücklicherweise schnell wieder, nachdem ihn anfangs in seinem Gitterbettchen hinter den Kulissen offensichtlich noch Alpträume plagten und die Nächte für ihn wie für seine "Nachtschwester" sehr unruhig waren.

"Inzwischen lacht er sogar im Schlaf und auch tagsüber ist er gut drauf, fordert uns zum Spielen auf und liebt es, gekitzelt zu werden", erzählte Pflegerin Margot Federer nach wenigen Tagen. Da auch Upala jedoch nicht zu sehr auf Menschen geprägt werden sollte, durfte er während der etwa dreiwöchigen Quarantäne täglich durch die Glasscheibe erste Blickkontakte mit seinen künftigen Spielgefährten Mary und Monza aufnehmen.

Mittlerweile ist Upala ein gesundes, kräftiges und sehr fröhliches Kerlchen, das wunderbar in den "Gorillakindergarten" integriert werden konnte.


(Quelle: Wilhelma)


Upala kommt in der Wilhelma an (Bild: Wilhelma)Großansicht des Bildes Bildunterschrift: Im November 2008 traf der knapp halbjährige Gorillajunge Upala aus dem Heidelberger Zoo in der Wilhelma ein. ]




Upala erkundet die Welt (Bild: Wilhelma)Großansicht des Bildes Bildunterschrift: Upala erkundet die Welt. ]




Upala mit einer Pflegerin (Bild: Wilhelma)Großansicht des Bildes Bildunterschrift: Upala ist bereits das 57. Gorillakind, das erfahrene menschliche Ersatzmütter im Jungtieraufzuchthaus von Hand aufziehen. ]




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