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21.03.2010

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Wissenswertes über die Wilhelma

Die Anlage wurde um 1850 durch Karl-Ludwig von Zanth im Auftrag von König Wilhelm I. von Württemberg als "Gartenhaus mit Wohngebäuden und Ziergewächshäusern im Maurischen Stil" erbaut.

Heute ist die Wilhelma mit rund 10.000 Tieren in fast 1000 Arten einer der artenreichsten Zoos Deutschlands, wobei ein Querschnitt durch alle Klimazonen der Erde gezeigt wird. Wertvoll ist auch der Pflanzenbestand mit etwa 5000 Arten. Im Rhythmus der Jahreszeiten ändert sich das Gesicht des Parks ständig, so dass man immer neue Eindrücke erhält.

Weltberühmt ist die Menschenaffenhaltung. Alle vier Arten leben in Familiengruppen mit reichlich Nachwuchs. Das Jungtieraufzuchthaus dient inzwischen europaweit als Menschenaffenkinderstube, wenn ausnahmsweise eine Handaufzucht nötig ist. Aber dort kann man auch sehen, wie Küken schlüpfen und aufwachsen. Im Schwingaffenhaus turnen Gibbons und Haubenlanguren.

Der Anlagenkomplex für afrikanische Huftiere bildet mit seinen 12 Außengehegen einen Schwerpunkt im oberen Teil der Wilhelma. Dort leben Giraffen, Okapis, Zebras, die seltenen Somali-Wildesel, Strauße und verschiedene Antilopenarten, wie z. B. Nyalas oder Bongos. Löwen, Tiger, Leoparden, Indische Elefanten, die urtümlich wirkenden Panzernashörner, die merkwürdigen Hirscheber-Wildschweine aus Sulavesi, Flusspferde und Schabrackentapire gehören natürlich auch zum Tierbestand der Wilhelma.

Gegenüber der Südamerikaanlage haben Mähnenwölfe und Brillenbären ihre Gehege auf der neuen Anlage für Bären und Klettertiere. Auf diesem einmaligen Komplex, der einer Felslandschaft nachempfunden wurde, sind die einzelnen Gehege nicht durch Zäune getrennt, sondern für die Besucher unsichtbare Gräben separieren die einzelnen Tierarten voneinander. Hier haben Braunbären eine Heimat gefunden, aber auch Eisbären besiedeln neben Bibern und Ottern - alle durch Unterwasserfenster zu beobachten - diese neue Anlage. Dazu kommen noch Schneeleoparden, Markhore oder Schraubenziegen, Schneeziegen und Steinböcke.

Einer der Höhepunkte eines Wilhelma-Besuches ist das weltberühmte Aquarium. Vom Schwarzwaldbach über die Amazonaslandschaft bis zur Südseeinsel werden hier Naturausschnitte gezeigt. Vom unscheinbaren einheimischen Kleinfisch bis zum farbenprächtigen Korallenfisch und vom kleinen Pfeilgiftfrosch bis zum Krokodil leben im Aquarium Tiere aus allen Bereichen der Erde. Selbst die Königspinguine aus der Antarktis fehlen nicht.

Wertvoll ist auch der Pflanzenbestand mit etwa 5000 Arten, und im Rhythmus der Jahreszeiten ändert sich das Gesicht des Parks ständig, so dass man immer neue Eindrücke erhält. Das botanische Jahr beginnt in der Wilhelma mit der Blüte der Orchideen, von denen ca. 5000 Pflanzen gepflegt werden. Die am schönsten blühenden Exemplare werden jeweils in zwei Vitrinen im Tropengewächshaus gezeigt. Kamelien und Azaleen mit jeweils über 30 Sorten blühen dann in ihren Häusern als nächstes. Viele dieser Sträucher stammen noch aus der Anfangszeit des Parks. Sie sind jetzt über 150 Jahre alt und somit botanische Kostbarkeiten.

Einmalig ist die Blüte in Europas größtem Magnolienhain, prächtig sind Tausende von Tulpen und Narzissen auf den weiten Rabatten des Parks. Während des Sommers schafft der auf 30°C beheizte, ca. 650 m² große Seerosenteich mit tropischen Seerosen und Lotosblumen den Zauber eines Tropengartens. Die Blüte der hunderttausend Sommerblumen beendet das botanische Jahr in der Wilhelma.

Botanikum der Wilhelma (Bild: dpa)
Blühende Orchideen (Bild: dpa)
Blühende Magnolien (Bild: dpa)

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