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09.02.2012

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Deutschlands größter Gedächtnistest
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Denksport gegen die Vergesslichkeit

Wer ab und zu seinen Schlüssel vergisst, die Brille verlegt oder sich im Supermarkt nicht mehr erinnert, was er dort kaufen wollte, muss sich noch keine Sorgen machen. Solche Aussetzer im Erinnerungsvermögen sind zwar lästig, aber völlig normal. Doch die Vergesslichkeit nimmt im Alter zu. Um die grauen Zellen dauerhaft in Schwung zu halten, helfen neben einer gesunden Lebensweise auch Fitnessübungen für das Gehirn.

Das Handy erinnert an wichtige Termine, Telefonnummern sind per Knopfdruck abrufbar und das Navigationssystem weist dem Autofahrer den richtigen Weg. Moderne Gedächtnisstützen sollen uns das Leben erleichtern und im Kopf Platz für wichtigere Dinge schaffen. Doch schon das Sprichwort sagt: "Wer rastet, der rostet". Durch zu viel Bequemlichkeit büßen wir ein Stück unserer Merkfähigkeit ein. "Wer häufig digitale Hilfsmittel benutzt, kann sich Telefonnummern und Termine schlechter merken", bestätigt Professor Martin Korte von der Technischen Universität Braunschweig. Der Neurobiologe vergleicht die verschiedenen Gehirnregionen mit den Muskeln im Körper. Wenn sie nicht trainiert werden, verkümmern sie.

Nicht nur das Alter macht vergesslich

Doch Gedächtnisstörungen sind hauptsächlich eine Folge des Älterwerdens. "Die Gedächtnisleistung verringert sich schon ab dem 30. Lebensjahr", sagt Korte. Das Gehirn wird mit fortschreitendem Alter schlechter durchblutet und die Nervenzellen sterben ab. So können immer weniger Informationen abgespeichert werden. Aber auch andere Faktoren können das Vergessen begünstigen. Wer zum Beispiel zu wenig trinkt, kann sich nicht gut konzentrieren. Ebenso erschweren zuviel Alkohol und Dauerstress das Abspeichern und Abrufen von Informationen im Gehirn.

Für eine konstante Hirnleistung ist eine gesunde Lebensweise unentbehrlich. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung und körperliche Bewegung. Durch Sport wird das Gehirn besser durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. So kann es mehr leisten und es sterben weniger Nervenzellen ab. Der Alterungsprozess im Gehirn kann durch Sport sogar verzögert werden. Nachweislich werden bei regelmäßiger Bewegung auch im alternden Gehirn noch neue Nervenzellen gebildet. Dafür genügt bereits ein strammer Spaziergang.


Handy (Bild: SWR)Großansicht des Bildes Bildunterschrift: Moderne Technik nimmt uns einige Denkarbeit ab ]

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