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Die ersten vier Wochen sind rum. Puh ...
Ein normaler Fernsehfilm wäre diese Woche abgedreht, aber wir haben noch dreieinhalb Monate vor uns. Für die, die sich mit dem Filmgeschäft nicht so gut auskennen sei gesagt, dass man einen Film nicht chronologisch dreht, man fängt also nicht mit der ersten Szene an, sondern man ordnet den Drehplan zuerst nach Motiven und dann möglichst ökonomisch nach Schauspielertagen. In den drei Tagen, die wir z. B. in der "Wohnung Philipp Markland" waren, wurden alle Szenen aus acht Folgen abgedreht. Das geht kreuz und quer – Buch 14, dann 19, dann vielleicht 21 usw. – und erfordert bei allen Abteilungen viel Konzentration und genaueste Buchführung, damit die Anschlüsse stimmen. Wenn zum Beispiel Mona die Wohnung verlässt und im nächsten Bild ins Auto steigt, die Szene mit dem Auto aber erst in zwei Monaten dran ist, muss trotzdem alles so aussehen, als hätte sie gerade erst die Wohnung verlassen. Da wird sogar aufgeschrieben, auf welcher Höhe der Reißverschluss des Kleides ist, in welcher Hand sie die Tasche hält und hinter welches Ohr die Haare zurückgestrichen wurden. Könnt ihr euch vorstellen, welchen Aufwand das für uns bedeutet?
In den ersten vier Wochen haben wir zwölf Motive abgedreht und jetzt stehen die beiden Hauptmotive "Villa" und "Bank" an. Hoffentlich kommt endlich der Frühling, denn bald haben wir keine Innenmotive mehr. Da sind wir für die Außendrehs auf gutes Wetter angewiesen.
Es war und ist angenehm bei diesem langen Winter bisher nur drinnen zu sein. Doch die Tage, bei denen man stundenlang klamm im Regen steht, werden uns auch noch ereilen.
Schlimm sind übrigens auch Innenmotive, die man nicht heizen kann. Wenn ich da an das Kloster denke, in dem wir die Serie "Um Himmels Willen" drehen. Was hab ich da schon gefroren!
Euer
Helmut Metzger