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Wie im vorigen Blog gesagt, ging es nach den Karaoke-Aufnahmen dann noch mit einer Autofahrt weiter.
Im Drehbuch steht, dass Marietta und Jonas durch die Stadt fahren und sich dabei unterhalten. Auch das ist technisch wieder sehr kniffelig, denn irgendwo muss ja auch die Kamera sein, und für Licht muss man auch sorgen. Früher hat man oft die Kamera an einem sog. "Seitenhängestativ" (es lebe die deutsche Sprache!) befestigt. In manchen Fällen hat sich der Kameramann sogar noch dazu gesetzt. Der Scheinwerfer wurde auf der Haube mit einem sog. Saugstativ installiert und mit diesen Aufbauten musste der Schauspieler dann auf der Straße fahren – zum Teil ohne Sperrungen, im öffentlichen Verkehr und oft auch noch nachts!! Wegen der Kamera an der Seite viel breiter als normal und durch den Scheinwerfer von vorne geblendet!! Spielen sollte er auch noch! Das war unglaublich gefährlich und es sind auch ganz oft Unfälle passiert. Einmal hat ein entgegenkommendes Fahrzeug die Kamera vom Hängestativ gerissen. Zum Glück war da kein Kameramann mit draußen.
Das mute ich keinem Schauspieler zu. Heute geht es entweder auf den sog. Trailer, oder wie machen Greensceen-Aufnahmen.
Der Trailer ist ein spezieller Hänger, der möglichst flach ist, damit es nicht aussieht, als würde der Wagen schweben. Auf diesem Trailer können die Kamera und die Scheinwerfer befestigt werden. Die Schauspieler sitzen im Wagen und tun nur so, als würden sie fahren, denn das macht, der Mann, der in der Zugmaschine sitzt. Der Schauspieler kümmert sich um sein Spiel, der Fahrer um den Verkehr. Ich finde, das ist eine faire Arbeitsteilung.
Euer
Helmut Metzger