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Die Aufnahmen, die in der Rheinbergbank spielen, drehen wir im Messeturm in Frankfurt. Das ist ein gewaltiges Bauwerk, 61 Stockwerke, 24 Lifte, 1000 qm Bürofläche pro Etage und ein sagenhafter Blick über die Stadt. Wir haben ein komplettes Stockwerk gemietet und können uns ungestört ausbreiten.
Die erste Euphorie wird dann aber doch durch Widrigkeiten gebremst: Die laut rauschende Klimaanlage muss ausgeschaltet werden, damit der Ton für die Aufnahmen brauchbar ist. Fenster kann man nicht öffnen und so werden die Räume nach kurzer Zeit sehr, sehr warm.
Ein weiteres Problem ist die Sicht aus den Fenstern. Der Grund, warum wir überhaupt im Messeturm drehen, ist der grandiose Ausblick auf die Hochhäuser der Stadt. Aber die Helligkeit darf draußen nicht mehr als vier Blenden höher sein als drinnen, sonst überstahlt alles. Also muss man innen entweder sehr viel Licht aufbauen, was die Temperatur wieder nach oben treibt und die Schauspieler unangenehm blendet, oder man muss die Fenster mit dunklen Folien bekleben, die die Außenhelligkeit wegnehmen. Die Fensterrahmen sind aber so gestaltet, dass man die Folien nicht richtig spannen kann, sie sind wellig und es sieht bescheuert aus. Eine andere Folie mit kleinen Löchern, sogenanntes Scrim, schafft auch kein besseres Ergebnis. Ich bin sauer und enttäuscht. Da könnte man einen sagenhaften Blick über die Stadt haben, aber die Kamera kriegt das nicht eingefangen! Helge, der Kameramann, hatte dann eine zündende Idee, mit der er das Problem genial und einfach gelöst hat. Er ist zurecht sehr stolz auf das Ergebnis. Ich musste ihm aber versprechen den Trick nicht auszuplaudern. Berufsgeheimnis!
Im Anhang findet ihr bald eine Szene, die euch zeigt, wie eindrucksvoll die Skyline der Stadt jetzt rüberkommt. Und ihr könnt euch fragen, wie Helge das wohl gemacht hat?
Euer
Helmut Metzger