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Wie heißt es so schön im lateinischen Sprichwort:
Ad augusta per angusta/Durch die Enge zum Erhabenen.
So gesehen müsste der heutige Drehtag sehr erhaben gewesen sein, denn er war sehr eng.
Das ist schon sehr skurril: Wir drehen eine sehr leise, fast intime Szene mit Sophia (Susanne Schäfer) und Will (Michael Brandner). Sie ist seine Schwester und vermutet, dass ihn ein Geheimnis quält. Vorsichtig tastet sie sich vor bis Will schließlich explosionsartig die Wahrheit herausposaunt.
Das ganze ist deswegen so skurril, weil später im Film keiner sehen wird, dass hinter Sophia und Will ca. 15 Personen des Teams standen!! (Kameramann, Focuspuller, Clapper Loader, Ton, Script, Requisite usw. usw.) Besonders komisch ist, wenn Sophia sich dann ängstlich umschaut, ob auch niemand zuhört, und uns alle dabei ignorieret. Ich hätte fast losgeprustet ...
Zuvor haben wir eine Szene gedreht, in der Mariatta (Jytte Merle Böhrnsen) und Jonas (Mathis Künzler) durch einen Krankenhausflur gehen, bis sie schließlich von einem Arzt zurückgerufen werden. Die Kamera fährt dabei vor den beiden her.
Der Laie kann sich das kaum vorstellen, aber um die beiden so zu filmen ist ein ganzer Tross notwenig. Der Kameramann sitzt auf seinem Dolly (den ich gerne liebevoll Eisenschwein schimpfe ... den Dolly! Nicht den Kameramann!) Er wird geschoben vom Dollyfahrer. Nebenher läuft der Focuspuller, der für die Schärfe des Bildes zuständig ist. Zusätzlich ein Beleuchter, der die Gesichter der Schauspieler mit einer Lampe erhellt, dann noch der Tonangler, das sind schon mal fünf. Zusätzlich noch die beiden Schauspieler. Und schließlich müssen weitere Beleuchter und Praktikanten helfen die Kabel von dem Scheinwerfer und vom Mikro einzurollen, damit keiner stolpert.
Kurz: Duch den Flur zieht eine Karavane! Und das Ganze noch möglichst geräuschlos. Ganz schön abgedreht.
(Ich werde unseren Mann von der Website bitten, einen Link zum entsprechenden "Making of ..." herzustellen, dann kann sich der interessierte Leser selbst ein Bild davon machen.)
"Fürchte nicht die Enge des Hauses, fürchte vielmehr die des Herzens."
Bitte danke ...
Euer
Helmut (im Herzen ganz weit) Metzger