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10.02.2012

Hungerwinter - Überleben nach dem Krieg
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Hungerwinter

Überleben nach dem Krieg  

Die Fakten

Mann sucht in Mülltonne nach Essbarem (Bild: NDR/akg-images) Bild vergrößern Bildunterschrift: Hungerwinter 1946/47: Sich selbst und die Familie durchbringen – darauf sind alle Anstrengungen gerichtet.
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Oktober 1946. Europa liegt in Trümmern. Die Sorge der meisten Deutschen gilt dem eigenen Überleben. Sich selbst und die Familie durchbringen – darauf sind alle Anstrengungen gerichtet.

Nahrungsmittel sind ein kostbares, rationiertes Gut. In den Geschäften werden sie bereits seit Kriegstagen nur gegen Lebensmittelmarken ausgeteilt – wenn es überhaupt etwas zu verteilen gibt.

Wiederaufbau: Nur langsam geht es bergauf

Menschen ziehen mit Sack und Pack durch den Schnee (Bild: NDR/akg-images) Bild vergrößern Bildunterschrift: Wie können die Deutschen durch die kalte Jahreszeit gebracht werden? ]
Hinzu kommt, dass die Aufbauarbeit in den schwer zerstörten Städten nur schleppend vorangeht. Intakter Wohnraum ist knapp. Etwa 20 Millionen Menschen leben in Ruinen, rund 10 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten suchen zusätzlich Zuflucht in den vier Besatzungszonen.

Die Alliierten und die deutschen Länderverwaltungen stehen vor einer schwierigen Herausforderung: Wie können sie die Deutschen durch die kalte Jahreszeit bringen?

Kälte und Hunger

Ein völlig überladener Zug (Bild: NDR/akg-images) Bild vergrößern Bildunterschrift: Transportweg Zug ]
Drei große Kältewellen werden im so genannten Hungerwinter 1946/47 in Deutschland registriert. Im Januar 1947 friert in der französischen und britischen Besatzungszone
der Rheinauf 60 Kilometer zu. Die Elbe ist komplett vereist. Die Binnenschifffahrt kommt zum Erliegen und damit ein lebenswichtiger Transportweg für Nahrung und Kohle.
Viele der bereits durch Unterernährung geschwächten Menschen überleben den "Weißen Tod", wie sie die gnadenlose Kälte nennen, nicht.

Historiker schätzen, dass allein in Deutschland mehrere hunderttausend Menschen an den Folgen von Kälte und Hunger sterben. Erfrierungen, Krätze und Hungerödeme sind an der Tagesordnung. Tuberkulose und andere Mangelkrankheiten werden zur tödlichen Gefahr.

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
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