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09.02.2012

Hungerwinter - Überleben nach dem Krieg
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Gästebuch

Haben Sie persönliche Erinnerungen an den Hungerwinter? Erinnern Sie sich an die Erzählungen Ihrer Eltern oder Großeltern? Lassen Sie uns daran teilhaben.

Für die Sendung "Hungerwinter" steht derzeit noch kein Wiederholungstermin fest. Sie können sich die Sendung bis einschließlich 03.01.2010 in der Mediathek ansehen:

Burkard L.
Fr, 22.01.2010

Für die Nochmal-Seher:
Sendedaten
21.02.2010, 20.15 Uhr im NDR Fernsehen
Ein Film von Alexander Häusser und Gordian Maugg.

Erstsendung: 27.12.2009 im Ersten.

Anne V.
Di, 12.01.2010

Ich schreibe gerade an meiner Magisterarbeit, bin fast fertig und mein Thema beschäftigt sich auch mit dem Hungerwinter. Ich hätte die Doku so gerne gesehen, war aber leider verhindert. In der Mediathek ist sie ja leider auch nicht mehr verfügbar. Könnten Sie mir sagen, ob sie demnächst noch einmal ausgestrahlt wird, bzw. Sie sie wieder in die Mediathek einfügen?
Mich hat das Thema auch sehr berührt, und bei der Ausarbeitung und den Interviews, die ich gelesen habe, kamen mir wieder so einige aussagen meiner Ur- und Großeltern in Erinnerung. Eine schöne Zeit war es damals weiss Gott nicht, aber es hat die Menschen in Deutschland geprägt. Ich für mich kann sagen, dass ich jetzt die Menschen dieser Generation um einiges besser verstehn kann, in ihrme Handeln, als vorher.

Doris Reinecke
So, 10.01.2010

Als Ende Juni 1946 geborene habe ich großes persönliches Interesse an Ihrem Film und habe den Sendetermin leider nicht wahrnehmen können. Gibt es eine neue Möglichkeit oder eine DVD. Das Buch zum Film hoffe ich, im Buchhandeln bekommen zu können und bin gespannt darauf. Ich finde es sehr gut und wichtig, dass Sie sich des Themas angenommen haben!
Mit freundlichen Grüßen für Sie, Doris Reinecke

Burkard L. (68er)
So, 10.01.2010

Hallo,
erstmal: Danke für diese Produktion. Zusammen mit der pubertierenden Tochter haben wir uns angeschaut, was damals das Leben so vieler Menschen in unserem Land bestimmte. Bisher kam das "nur" aus Berichten der Generation meines Vaters, und da fehlen den Heranwachsenden eindeutig die Bilder.
Meine Gefühle werden sehr gut von Beate Exner beschrieben. Danke dafür ;)

Schade, dass dieser Beitrag so schnell aus der Mediathek gelöscht wurde, wo doch so viel anderer (Mist!?) dort noch lange zu finden ist.

Meine Bitte:
Wiederholung zu einer besseren Sendezeit UND Freigabe der Aufführung der Aufzeichnung an Schulen. Sicher kommt so etwas besser, als manche trockene Geschichtsstunde.

Schade
Do, 07.01.2010

Gerne hätten wir den Film noch einmal geschaut und auch anderen empfohlen. Gibt es ihn auf Video / DVD?
Oder wird er noch mal ausgestrahlt? Kann man ihn erwerben?

Lieben Gruß
Br.JM, ein Kind der Folgen des Krieges

Baerbel 1940
Mi, 06.01.2010

Danke für die Dokumentation!
Die Erinnerung an das Erlebte in den letzten Kriegs-und Nachkriegsjahren waren mir ganz gegenwärtig. Das Kriegsende habe ich in Bayern erlebt. Geboren bin ich in Ostpreussen.
An die Schulspeisung kann ich mich gut erinnern. Ich habe nie mehr so eine köstliche Haferfockensuppe gegessen. Das ist meine Erinnerung ,weil der Hunger so groß war.
Auch meine Mutter ist mit mir zum " Hamstern " gefahren. Oft wurde uns die Tür gewiesen .
Da meine Mutter gut stricken konnte, hat sie den Bauern angeboten , Pullover zu stricken. Es wurden alte Pullover aufgerebbelt .Über der Stuhllehne hat man die Wolle aufgewickelt, damit sie glatt wurde. Dann wurde daraus ein Wollknäuel gewickelt. Jetzt konnte mit dem Stricken begonnen werden .
So manches Brot hat meine Mutter " erstrickt."
Ganz schlimm sind meine Erinnerungen ab 1948 ,als wir nach Marne in Schleswig-Holstein zogen .
Die Dithmarscher haben uns wie Aussätzige behandelt.
Wir Flüchtlingskinder haben untereinander gespielt. Mit den einheimischen Kindern gab es nur den schulischen Kontakt. Zu Geburtstagen wurden wir nie eingeladen.
Weiterführende Schulen kamen für uns nicht in Frage. Aber nicht, weil wir zu dumm waren . Die damaligen Lehrer mit Notabitur , hatten nur Augen für die einheimischen Kinder, deren Eltern, die "guten " Noten mit Lebensmitteln erkauften . In Marne ging es den Leuten während des Krieges gut und nach dem Krieg auch .
Jedenfalls besser , als uns .Wir lebten von der " Fürsorge ", da mein Vater noch vermisst war.
Bis in die fünfziger Jahre setzte sich das nicht "Dazugehören "fort, obwohl wir nun in Hamburg lebten. Der Vater einer Klassenkameradin sagte mal zu mir , daß die Flüchtlinge allen die Arbeit wegnehmen und stehlen.
Erst mit meiner Heirat , in den sechziger Jahren ,mit einem " Hamburger, " war ich nicht mehr das Flüchtlingsmädchen aus Ostpeussen.
Ein Gutes hat aber das Erlebte , ich kann aus wenig , viel machen und mich in schwierigen Situationen gut zurecht finden .

Frank
Sa, 02.01.2010

Als heute 44 jähriger habe ich nie solche Zeiten erlebt und bin so durch diesen Film vor allem an Erzählungen meiner Großmutter erinnert worden.

Was mich sehr interessiert hätte, wäre das Verhältnis der Geschwister untereinander in der heutigen Zeit - ob also diese aussergewöhnlichen Erlebnisse einer Familie dauerhaften Zusammenhalt geben.

Udo Kammer
Mi, 30.12.2009

Eine so gute Dokumention mit eingestreuten Spielszenen zu diesem Thema gab es bisher nicht. Ein Dank an die Schauspieler und die Zeitzeugen. Man fühlte sich manchmal mitten im Geschehen. Für solche Programmbeiträge zahle ich gerne die GEZ-Gebühr. Ich selber bin von 1954, habe aber durch die Erzählungen meiner Mutter so einiges über die Nachkriegszeit vor allem in Erfurt gehört.

Heidel
Mi, 30.12.2009

mit hohen emotionalen Gefühlen habe ich diese Doku gesehen. Selber bin ich Mitte der 50er Jahre geboren, habe aber bis zum Tode (im neuen Jahrhundert) meiner Eltern das ganze nie verarbeitete Trauma miterleben müssen. Sie selber waren Flüchtlinge und sind in Norddeutschland "gestrandet". Auch Sie hatten alles verloren, hatten Hunger und mussten sich wie Aussätzige behandeln lassen. Die damalige Bevölkerung hatte kein Mitleid mit den Flüchtlingen. Ich selber habe mir als Schülerin noch in den 60er Jahren den Terminus "Scheiß Flüchtling" gefallen lassen müssen. Als Flüchtling war man gebrandmarkt, denn auch weiterführende Schulen wurden "nur" den Einheimischen vorbehalten.
Dieser Beitrag sollten ein Pflichtbestandteil an deutschen Schulen für das Unterrichtsfach Geschichte werden, damit die jetzige junge Generation überhaupt mitbekommt, dass die Zeit nach dem 2. Weltkrieg sich nicht nur auf den Wohlstand, den viele erreicht haben, bezieht; sondern auch auf Menschen die um das nackte Überleben kämpfen mussten.

Winfried Schramm...
Di, 29.12.2009

Da ich 1944 geboren wurde, kann ich mich selbst an die ersten Jahre nach dem Krieg und an die damalige Not nicht erinnern. Aber aus den Berichten meiner Eltern habe ich viel erfahren, z.B. dass ein recht naher Verwandter damals in Berlin verhungert ist. - Dieser Film war beeindruckend, anrührend, nahegehend. Die Schicksale berühren und werden von Menschen erzählt, die in Erinnerung bleiben. Danke an die ARD für diesen Film. Aber: Es ist schon ein Jammer, dass man bis um 23 Uhr warten muss, ehe dem Zuschauer gezeigt (zugemutet?) wird. –

Zum Eintrag von MERLIN hier im Gästebuch: Das Lied, das Sie erwähnen, heißt LIED DER FLÜCHTLINGE, gesungen von Hans Albers, entstanden 1947 und heute noch (wieder?) als Einzeltitel im Internet (kostenpflichtig) herunterzuladen (was ich gemacht habe). Dieser Titel passt hervorragend zum gezeigten Film. Hier der Text:

Wir ziehen auf endlosen Straßen
durch Tage und Nächte dahin.
Von Gott und den Menschen verlassen
ganz ohne Ziel, ohne Sinn.
Wir wandern auf endlosen Wegen
getrieben, verfolgt vom Geschick.
Der trostlosen Zukunft entgegen -
wann finden wir zurück?
Nur ein Dach überm Kopf und das tägliche Brot
und Arbeit für unsere Hände,
dann kämpfen wir gern gegen Unglück und Not
und zwingen das Schicksal zur Wende.
Die Welt soll wieder schön
in Freiheit und Frieden ersteh’n.
Wir haben zwar alles verloren,
doch woll’n wir den Schmerz übersteh’n.
Wir haben verzweifelt geschworen:
Wir wollen nicht untergeh’n.
Wir lassen die Hoffnung nicht sinken,
wir glauben trotz Tränen und Leid,
Dass uns bessere Tage winken
in einer neuen Zeit.

Nur ein Dach überm Kopf …

Ich hoffe, dass ich helfen konnte...

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