SENDETERMIN Mi., 05.11.14 | 23:10 Uhr | 3sat

14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs: Folge 2

Folge 2: Die Front

Drangvolle Enge herrscht in den Unterkünften der einfachen Soldaten.
Drangvolle Enge herrscht in den Unterkünften der einfachen Soldaten. | Bild: SWR/LOOKSfilm/Museum Rostock

Der Inhalt der zweiten Folge: Fast alle haben mit einem schnellen Ende des Kriegs gerechnet. Bis Weihnachten, so ihre Überzeugung, sei alles überstanden. Stattdessen wird aus dem europäischen Konflikt ein Weltkrieg, in dem mehr als 60 Millionen Soldaten kämpfen. Aus dem Bewegungs- wird ein Stellungskrieg. Neue Artilleriegeschütze, Maschinengewehre und Giftgas fordern immer mehr Opfer.

Sanitäter machtlos gegen neue Waffen

In aller Eile werden Hilfsschwestern und Sanitäter ausgebildet. Doch auch sie können wenig ausrichten gegen die Zerstörungskraft der neuen Waffen. Nicht mehr Tapferkeit und Mut, sondern allein der Zufall bestimmt, ob der Einzelne überlebt oder nicht. Trotzdem wird weiter gekämpft. So viele Menschen sind gestorben, dass deren Opfer nicht vergeblich sein darf. Nur der Sieg kann sie rechtfertigen. Verständigung und Frieden sind vor diesem Hintergrund unmöglich geworden.

Die Serie im großen Web-Special

14 - Tagebücher des Ersten Weltkriegs
 | Bild: Das Erste


Alle Infos zu "14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs"

Der vierteilige Film "14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs" zeichnet anlässlich des 100. Jahrestags des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs ein neues Bild dieser "Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts. Sie erzählt die Geschichte des Ersten Weltkriegs aus der Perspektive von Zeitzeugen, die ihre Erlebnisse in Tagebüchern, Aufzeichnungen und Feldpostbriefen festgehalten haben. Diese Menschen sind keine Kriegsherren und Staatenlenker, sondern einfache Soldaten, Frauen, Jugendliche und Kinder.

Die Britin Sarah Macnaughtan will ihr Vaterland im Krieg als Krankenschwester unterstützen.
Sarah Macnaughtan stammt aus einer wohlhabenden britischen Familie und will ihr Vaterland im Krieg als Krankenschwester unterstützen. | Bild: SWR/LOOKSfilm

Die Erlebnisse der Zeitgenossen sind in aufwendigen Dramaszenen nachgestellt. Inszeniert wurde ausschließlich, was die Erzähler in ihren Tagebüchern und Briefen festgehalten haben. Diese persönlichen Schicksale sind in dokumentarische Filmsequenzen eingebettet, die vor allem aus zeitgenössischem Film- und Fotomaterial bestehen.

Alle Schauspieler drehten in ihrer Muttersprache

Zum ersten Mal wird der Krieg in dieser Serie aus einer multinationalen Perspektive erzählt. In den Filmen kommen Menschen vieler Völker und Nationen zu Wort – mit teils ähnlichen, aber auch ganz unterschiedlichen Kriegserfahrungen. So werden persönliche und nationale Unterschiede in den Kriegserlebnissen und in der Wahrnehmung des Krieges deutlich.

Die Britin Sarah Macnaughtan wird von Celia Bannerman gespielt.
Macnaughtan wird von Celia Bannerman gespielt. | Bild: SWR/LOOKSfilm / Tobias Fritzsch

Um die unterschiedlichen nationalen Erlebniswelten so glaubhaft wie möglich zu inszenieren, standen deutsche, britische, russische, italienische, französische und österreichische Schauspielerinnen und Schauspieler vor der Kamera. Sie alle spielen in ihrer Muttersprache. Gedreht wurde im Elsass und im kanadischen Quebec.

Namhafte Experten wirkten an dem Projekt mit

Angesichts der Schrecken des Krieges wenden sich viele Soldaten der Religion zu.
Angesichts der Schrecken des Krieges wenden sich viele Soldaten der Religion zu.  | Bild: SWR/LOOKSfilm/Museum Rostock

Das spektakuläre zeitgenössische Film- und Fotomaterial für die Produktion stammt aus Archiven in der ganzen Welt und ist zum Teil noch nie gezeigt worden. Es wurde in HD-Auflösung neu digitalisiert und aufwändig restauriert. Als Fachberater haben namhafte Historiker an der Serie mitgewirkt, darunter Peter Englund, Sekretär der Schwedischen Akademie der Wissenschaften, der deutsche Historiker Oliver Janz und der französische Historiker Emmanuel Saint Fuscien. 

Vierteiliger Film von Jan Peter und Yury Winterberg

"14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs" ist ein Gemeinschaftprojekt von SWR, NDR, WDR, ARTE und ORF.