Interview mit der Firma HackingTeam

Die italienische Firma HackingTeam steht in der Kritik, weil sie ihre Überwachungstechnologien an autokratische Regime exportiert hat, die Oppositionelle oder Menschenrechtler verfolgen. Geleakte Dokumente belegen, dass die Firma aus Mailand ihre Spähsoftware an Staaten wie Sudan, Saudi Arabien, Äthiopien, die Emirate und andere verkauft hat. Und das obwohl HackingTeam einen Ethikkodex hat. Darin verpflichtet sie sich, Geschäfte zu stoppen, wenn ihre Technologie zu Menschenrechtsverletzungen missbraucht wird.

Um zu belegen, wie ernst es der Firma damit sei, verweist Unternehmenssprecher Eric Rabe im Skype-Interview mit dem ARD-Europamagazin auf Ägypten: Das Geschäft mit Ägypten sei nach dem sogenannten Arabischen Frühling beendet worden. Dokumente belegen allerdings, dass die Firma noch im Frühjahr 2015 Spähsoftware an die ägyptischen Sicherheitsbehörden verkauft hat. Als wir ihn damit konfrontieren, kommt der Sprecher ins Stocken, er sei sich nicht sicher, er müsse das nochmal nachschauen. Das Ergebnis seiner Nachforschung hat er uns noch nicht mitgeteilt.

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