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Kritik an NSU-Ermittlungen

Polizist mit Fahndungsbild (Bild: dpa)

Herbe Kritik an den sächsischen Sicherheitsbehörden beim Kampf gegen den Neonaziterror: Die Parlamentarische Kontrollkommission (PKK) des Dresdner Landtags bescheinigt den Ermittlern erhebliche Defizite bei der Aufklärung der Mordserie der Zwickauer Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), so der Abschlussbericht.

Nach dem vorläufigen, als "vertraulich" gekennzeichneten PKK-Bericht bestanden Mängel bei der Ermittlungsarbeit gleich auf mehreren Ebenen.

Demnach gab es sowohl "Defizite im Zusammenwirken der Sicherheitsbehörden" als auch solche "im eigenen Vorgehen des Landesamtes für Verfassungsschutz Sachsen". Die Ermittlungsarbeit in Sachsen sei durch mangelnde Eigeninitiative gekennzeichnet.

Günther Schneider (Bild: dpa) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Günther Schneider ]
Die Parlamentarische Kontrollkommission unter Günther Schneider hatte sich seit November speziell mit der Tätigkeit der sächsischen Sicherheitsbehörden bei der letztlich erfolglosen Fahndung nach den Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) befasst. Das Trio, das über mehrere Jahre von Zwickau aus unerkannt operieren konnte, wird für zehn Morde, mehrere Banküberfälle und zwei Sprengstoffanschläge verantwortlich gemacht.

Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 22.06.2012. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

Sendetermin
Fr, 22.06.12 | 13:00 Uhr
Das Erste