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Claes Oldenburg in Köln

Kunstwerk von Oldenburg (Bild: dpa)Bildunterschrift: Kunstwerk von Oldenburg ]

Claes Oldenburg  wurde mit riesigen Hamburgern, Eistüten und Pommes Frites weltberühmt. Der 83jährige gilt neben Andy Warhol und Roy Lichtenstein als bedeutendster Pop-Art-Künstler.  Seine Werke aus den 60er-Jahren sind derzeit in Köln ausgestellt.

In einer solchen Fülle wird man die ebenso kostbaren wie materialempfindlichen Werke kaum mehr zu sehen bekommen. Es ist eine Ausstellung für die ganze Familie. Jeder kann sofort einen Zugang finden, denn es geht ausschließlich um Dinge, die jeder jeden Tag sieht. Stecker, Fernseher, Staubsauger, Spielzeug. Und ganz, ganz viel zu essen!

Claes Oldenburg (Bild: dpa) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Claes Oldenburg ]
Pop Art war eine Reaktion auf den abstrakten Expressionismus. Der normale Amerikaner lebte doch in der Welt des Konsums. Dementsprechend ist die Kunst von Claes Oldenburg gegenständlich, wenn auch seltsam verfremdet. Viel, viel größer zum Beispiel oder aus einem ganz anderen Material.

Gigantische Pommes frites regnen aus einer Tüte. Toiletten reißen die Klobrille auf wie der Weiße Hai sein Gebiss. Überall im Alltag sieht Oldenburg die Kunst. Zigarettenstummel zum Beispiel, die man im Aschenbecher zerdrückt - jeder ist eine Skulptur für sich.

Höhepunkt der Kölner Ausstellung ist das berühmte Mouse Museum, ein begehbarer schwarzer Kasten, in dem Oldenburg in Vitrinen kuriose Fundstücke aus der Zeit um 1960 präsentiert. „Ich weiß heute großenteils gar nicht mehr, was das mal für Sachen waren“, gesteht Oldenburg. „Das ist einfach verrücktes Zeugs - alles Mögliche.“

Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 22.06.2012. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

Sendetermin
Fr, 22.06.12 | 13:00 Uhr
Das Erste