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Für Krankenhäuser und Versicherungen gelten neue Regeln bei der Organspende. Nach dem überarbeiteten Gesetz müssen Krankenhäuser mit Intensivstationen Transplantationsbeauftragte bestellen, die die Organspende koordinieren und Spenderorgane weitermelden sollen.
Lebendspender werden künftig in Bezug auf Lohnfortzahlung, Krankengeld und Ansprüchen gegenüber der Unfallversicherung besser gestellt. In Deutschland warten 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan.
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Organspendeausweis
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Im November tritt auch der zweite Teil der Organspende-Reform, die sogenannte Entscheidungslösung, in Kraft. Alle Bürger sollen von ihren Versicherungen über Organspende aufgeklärt und zu einer Entscheidung aufgefordert werden. Einen Zwang dazu gibt es jedoch nicht. Ziel ist die Erhöhung der Organspende-Bereitschaft. Experten fürchten, dass der jüngst bekannt gewordenen Skandal um gefälschte Daten von Organempfängern am Göttinger Universitätsklinikum dieses Vorhaben erschwert.
Dort sollen Laborwerte von Patienten, die auf eine Spenderleber warten, manipuliert worden sein. Dadurch rutschten sie auf den Wartelisten für Organe nach oben und wurden schneller operiert. Die Staatsanwaltschaften in Braunschweig und Göttingen ermitteln gegen den Leiter der Transplantationsmedizin und den Leiter der Abteilung für Gastroenterologie.
Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 01.08.2012. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.