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Die Jahrhundert-Dürre in den USA schmälert die Ernte-Aussichten immer weiter. Bis zum Wochenende ist in den Hauptanbaugebieten der USA kein Regen zu erwarten. Kaum eine Maispflanze hat die Rekord-Hitze der vergangenen Wochen überstanden.
Der tägliche Kontrollgang durchs Maisfeld schmerzt Tommy Bowler aus Maryland. Die Erntemaschinen werden die kümmerlichen Kolben kaum fassen können. Doch Tommy muss ernten, um der Versicherung seine Verluste nachzuweisen. Und auf die Hilfszahlungen ist er in diesem Jahr angewiesen, sonst ginge sein Hof pleite.
"Wir können die Pflanzen vor Schädlingen schützen, wir versorgen sie mit dem richtigen Dünger. Wir tun alles, aber ohne Regen wächst eben nichts. Das macht mich fertig, wir können einfach nichts tun", so der verzweifelte Tommy Bowler.
Auch den Nachbarn geht es nicht besser, sie alle leiden unter der Hitze, Mensch wie Vieh. Die Kuhherden werden kleiner, die Milchbauern müssen notschlachten. Der Mais ist die Grundlage für Futtermittel. Mais wird in Ethanol dem Treibstoff beigemischt und steckt in einer Vielzahl von Nahrungsmitteln wie Limonaden und Fertigprodukten.
Die Preise für Verbraucher werden steigen. Auch deshalb, weil das nächste Sorgenkind schon in der Sommerhitze schwächelt. Die Sojabohnen sind ebenfalls viel zu mickrig. Und sollte der Wetterbericht Recht behalten, ist auch diese Ernte in wenigen Wochen zu einem Großteil zerstört.
Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 02.08.2012. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.