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Die Präsidentschaftswahlen in den USA: Sie werden auch die "Twitter-Wahlen" genannt. Noch nie hat das Internet eine derart wichtige Rolle gepielt wie bei dem Duell Romney gegen Obama. Auch sogenannte "Memes" haben eine große Bedeutung.
"Memes" sind kleine digitale Bilder, meist Fotomontagen, kombiniert mit Textbotschaften. Einmal ins Netz gestellt, verbreiten sich nahezu unkontrollierbar: Über Blogs, soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter, Emails oder per Handybotschaften. Jetzt bei der US-Wahl haben sie Hochkonjunktur. Versprecher, peinliche Redewendungen oder clevere Konter der Präsidentschaftskandidaten werden von Usern im Netz aufgegriffen und durch den digitalen Kakao gezogen.
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Mitt Romney "Meme"
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Als Herausforderer Mitt Romney Präsident Obama im letzten TV-Duell vorwarf, dass es derzeit weniger Schiffe in der US-Marine gebe als noch 1916, konterte Obama: Es gebe schließlich heute auch weniger Pferde und Bajonette in der US-Armee. Schon wenige Minuten später posteten die User im Netz auf Twitter oder Blogs wie "Tumblr" die ersten selbst erstellten Memes, wie zum Beispiel: Mitt Romney auf einem Pferd, in der Hand ein Bajonett.
Jetzt nannte Obama in einem Interview mit dem Rolling Stone Romney indirekt einen "bullshitter", was auf Deutsch mindestens so viel heißt wie "Dummschwätzer". Das wurde im Netz natürlich sofort kreativ umgesetz.
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Romney und Obama
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Obama greift zudem den brandaktuellen Trend der sogenannten "Gifs" auf. Es handelt sich dabei, um ein Datei-Format das schon längst totgesagt war. Die damit erstellten Bilder können nur maximal 256 Farben enthalten und sehen deshalb oft etwas blass aus, haben jedoch einen entscheidenden Vorteil: Sie lassen sich animieren. Man muss sich das vorstellen wie ein digitales Daumenkino. Hier werden einfach mehrere Bilder in einer Endlosschleife immer wieder hintereinander abgefahren. Das Dateiformat ist trotz oder sogar wegen des hohen Alters in jedem Internetbrowser darstellbar, zumindest wenn der entsprechende Seitenbetreiber das Dateiformat zulässt. Bei Facebook ist das nicht der Fall, weshalb sich der Gif-Trend überwiegend über Blogs verbreitet. Klar, dass auch das Team von Obama einen eigenen Blog betreibt.
Auch auf dem sozialen Netzwerk "Twitter" verbreiten sich derartige Internetphänome in Windeseile. Während des TV-Duells zwischen Romney und Obama wurden über 100.000 "Tweets" pro Minute von der Twittergemeinde gepostet. Einen guten Überblick, welches Thema gerade auf Twitter im jeweiligen Land oder sogar der jeweiligen Stadt angesagt ist, bietet die Webseite "Trendsmap.com".
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Trendsmap.com
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Die Twitter-Weltkarte wird ständig aktualisiert, und mit einem Klick ist man sofort im jeweiligen Tweet mit dabei. Als zum Beispiel das neue iPad-Mini von Apple vorgestellt wurde, tauchte immer wieder der "Hashtag" "#apple" auf. Das gleiche gilt natürlich auch für alle anderen aktuellen Themen, wie zum Beispiel die Veröffentlichung des neuen Betriebsystems "Windows 8". Über China finden sich jedoch keinerlei Stichworte auf, hier ist Twitter nicht zugänglich.
Diese Woche wurde auf unserer Webseite auch das Thema "Go Pro" sehr oft geklickt. Die kleine und leichte Action-Kamera lässt sich nahezu überall fest installieren und ermöglicht sehr detaillierte Aufnahmen im HD-Format. Das Internet ist voll von selbst gedrehten Go-Pro-Action-Filmchen. Leicht zu finden auf Video-Plattformen wie "Vimeo" oder "Youtube" unter dem Stichwort "Go Pro".
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Screenshot aus dem Stop-Motion-Film "Paris in Motion"
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Einen ebenfalls großen Hype im Netz gibt es um sogenannte "Stop-Motion-Filme". Der Fotograf nimmt dabei in kurzen Abständen Bilder auf und fügt danach die Fotos zu einem Film zusammen. In dem Clip "Paris in Motion" hat der Künstler Mayeul Akpovi diese Technik zur Perfektion gebracht und mit seinen atemberaubenden Videos über Paris in kürzester Zeit Berühmtheit erlangt.
Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 26.10.2012. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.