SENDETERMIN Fr, 17.07.15 | 13:00 Uhr | Das Erste

Billigware Fleisch: Folgen für die Umwelt

PlayGuelle
Billigware Fleisch: Folgen für die Umwelt | Video verfügbar bis 15.07.2016

Immer größer, immer mehr, das ist das Credo der Fleischindustrie. Mit schlimmen Folgen für die Umwelt, haben Untersuchungen ergeben.

Auslöser Soja

Gefüttert wird meist nicht mehr mit Mais vom Feld nebenan, sondern mit Soja. 4,6 Millionen Tonnen importiert Deutschland davon pro Jahr – allein für die Tiermast. Das meiste davon kommt aus Argentinien. Angebaut wird auf 170.000 Quadratkilometern, einer Fläche halb so groß wie Deutschland. Das Soja ist gentechnisch verändert und dadurch unempfindlich gegen den Unkrautvernichter Glyphosat. Der wird massenhaft versprüht, obwohl die Weltgesundheitsorganisation ihn für wahrscheinlich krebserregend hält. Dem Sprühnebel sind auch die Menschen ausgesetzt, über die Luft, und vermutlich auch übers Trinkwasser. Viele sterben.

Studie in Argentinien

Die Agroindustrie streitet einen Zusammenhang mit den Spritzmitteln ab. Aber dass die tatsächlich krank machen, das erhärten Untersuchungen der Universität Rosario. In in den Gen-Soja-Regionen gibt es einen Anstieg von Schilddrüsenunterfunktion, Allergien und Atemwegserkrankungen. Spontan-Fehlgeburten und Krebserkrankungen.

Und in Deutschland?

Von argentinischen Verhältnissen sind wir weit entfernt. Aber auch hier steigt die Angst, dass das Mast-System krank macht. Durch die Gülle ist zum Beispiel das Trinkwasser belastet. Ein staatliches Projekt zur Grundwasser-Untersuchung läuft.

Stand: 20.07.2015 12:07 Uhr

Sendetermin

Fr, 17.07.15 | 13:00 Uhr
Das Erste

Massenhaltung