Wie das Internet der Dinge Einzug in unser Leben erhält

Fitnessarmband
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Smart Home, Connected Car, IoT - das Internet der Dinge hält Einzug in den Alltag. Doch die meisten Begriffe sind noch unbekannt. Erklärungen.

Das Internet der Dinge ist die Vernetzung von der digitalen mit der realen Welt. Sowohl im Haushalt und in der Mobilität, als auch in der Logistik und Medizin wird viel entwickelt, um das Leben zu erleichtern. Doch wie genau funktioniert das und in welchen Bereichen ist das vernetzte Leben mit dem Internet schon keine Zukunftsvision mehr.

Smart Home: intelligente Haushaltsgeräte

Kühlschränke, die fehlende oder abgelaufene Lebensmittel selbständig bestellen und mit den vorhandenen Lebensmitteln noch ein Rezept für das Abendessen zusammenstellen. Eine Waschmaschine, die wäscht, wenn der Strom am günstigsten ist und an der Menge der Kleidung das Waschpulver abmessen kann. Das sind zwei Beispiele, die das "Internet der Dinge" im Haushalt verdeutlichen. Die Haushaltsgeräte haben eingebaute Mikrochips, die mit dem Internet kommunizieren. Auch mit dem Telefonnetz sind sie verbunden, so dass man von unterwegs tatsächlich den Herd anrufen kann, ob man ihn ausgestellt hat. Das braucht man am Ende auch nicht mehr, wenn mit dem Satz "Ich gehe jetzt" das ganze Haus weiß, was zu tun ist: Jalousien schließen, Herd und Licht aus, Alarmanlage einschalten.

ConnectedCar: selbständige Autos

Im Winter schaltet das Auto die Heizung an, bevor man das Haus verlässt, sodass man sich in sein vorgeheiztes Auto setzten kann. Das Navi weiß schon, bevor man einsteigt, wo der Weg hingeht. Auch das Auto ist mit dem "Internet der Dinge" verbunden. Alle Daten werden verarbeitet und an den Autohersteller gesendet. Der weiß dann, wann das Auto wieder in die Werkstatt muss oder wie das Fahren noch verbessert werden kann. Mit der "Route-n-Fuel"-App kann man auf längeren Strecken die günstigste Tankstelle finden und das "Head-up-Display" projiziert wichtige Infos der aktuellen Verkehrslage auf die Windschutzscheibe.

Logistik: mehr Flexibilität

Die Idee hinter dem "Internet der Dinge" ist, dass intelligente Geräte eigenes Denken lernen sollen. In der Logistik bedeutet das, dass jede Palette und jedes Paket einen digitalen Speicher mit eigenen Zielinformationen besitzt. Der Weg zum Ziel wird ohne menschliche Hilfe, also nur von Maschinen organisiert. Die steigende Komplexität fordert mehr Flexibilität, die durch denkende Maschinen geschaffen werden soll.

eHealth: digitale Hilfe in der Gesundheit

Auch in der Medizin bringt eine größere Vernetzung von Patientendaten einen erheblichen Vorteil, sagen die Forscher. Patienten bekommen Sensoren, die ihre Werte an den Arzt weiterleiten. Herzfrequenz, Blutdruck und Atemfrequenz können so direkt vom Arzt überwacht werden. Bei akuten Problemen kann er so schnell eingreifen. Auch ältere Menschen können mit diesen Sensoren länger in ihrer gewohnten Umgebung bleiben, da sie permanent überwacht werden und der Notarzt sofort verständigt wird, wenn sich die Werte verschlechtern. Auch die Schrittzähler in Armbändern führen zu einem verbesserten Wohlbefinden. Man wird motiviert, sich zu bewegen und durch die angebrachten Sensoren werden falsche Bewegungen erkannt.