Präsidentenwahl in Mali

Ende der politischen Krise?

Junge mit Wahlplakat

Junge mit Wahlplakat

Im westafrikanischen Mali wird ein neuer Präsident gewählt. Damit soll die politische Krise überwunden werden, die mit dem Putsch vom März 2012 begann. Eine regulär gewählte Regierung soll Demokratie und Ordnung wiederherstellen.

27 Kandidaten bewerben sich um das höchste Staatsamt, darunter mehrere ehemalige Ministerpräsidenten und eine Frau. Der frühere Regierungschef Boubacar Keita und Ex-Finanzminister Cisse gelten als Favoriten. Zur Stimmabgabe sind rund sieben Millionen Malier aufgerufen, knapp die Hälfte der Bevölkerung. Die 12.600 Mann starke UN-Blauhelmmission in Mali soll den Urnengang sichern helfen. Das Ergebnis wird am 2. August bekanntgegeben. Erhält kein Kandidat im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit, findet am 11. August eine Stichwahl statt.

Angespannte Sicherheitslage

Kritiker bemängeln, dass die Abstimmung zu hastig organisiert worden sei und Hunderttausende womöglich nicht zu den Urnen gehen könnten. Vor allem die Sicherheitslage ist weiter äußerst prekär.

Im März 2012 hatte das Militär Präsident Amadou Toumani Toure gestürzt, woraufhin Islamisten und Tuareg-Rebellen das politische Vakuum nutzten und den Norden des Landes besetzten. Im Januar griff Frankreich militärisch ein, um einen Vormarsch der Islamisten nach Süden zu stoppen.

Beteiligung der Bundeswehr

Gegen islamische Extremisten

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