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Service: Tag des Energiesparens

mit Dirk Mobers, Energie-Agentur NRW

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Service: Tag des Energiesparens | Video verfügbar bis 05.03.2019 | Bild: ARD

Energiesparen bedeutet Klimaschutz. Jährlich werden rund neun Tonnen CO2 pro Haushalt durch den privaten Heizenergie- und Stromverbrauch freigesetzt. Etwa 130 Milliarden Kilowattstunden Strom verbrauchen die deutschen Privathaushalte jährlich. Das sind ca. 30 % des bundesdeutschen Gesamtstromverbrauchs. Durch mehr Stromeffizienz, eine clevere Nutzung von Heizenergie und die richtige Dämmung könnte viel Energie und damit bares Geld gespart werden. Und das ohne Einbußen beim Komfort.

Beleuchtung

Alte Glühbirnen auf moderne Energiesparlampen oder noch besser, LED-Leuchten umrüsten. Diese verbrauchen 80 – 90 % weniger Strom. Achten Sie beim Kauf auf die Energieeffizienz! Man kann sie am EU-Label auf der Packung ablesen: Ein sehr niedriger Energieverbrauch ist mit "A++" gekennzeichnet. Lampen, die viel Strom verbrauchen, mit "E". Die Farbtemperatur der modernen Lampen lässt sich heute frei wählen.

Unterhaltungselektronik

TV, PC & Co. machen heute bis zu 25% der Stromkosten im Haushalt aus. Das sind durchschnittlich in einem Single Haushalt ca. 150 Euro und in einem Vier-Personen-Haushalt bereits über 300 Euro pro Jahr. Das Einsparpotenzial durch energieeffiziente Geräte liegt bei bis zu 75%. Rund 60 Euro pro Jahr lassen sich allein durch Vermeidung von Stand-by-Verlusten einsparen, denn viele Geräte haben keinen „echten“ Ausschalter und verbrauchen auch dann Strom, wenn sie vermeintlich ausgeschaltet wurden. Hier hilft eine abschaltbare Steckdosenleiste.

Kühlen und Gefrieren

Bei Kühl- und Gefriergräten fallen selbst kleine Unterschiede im Stromverbrauch ins Gewicht. Der Austausch von Altgeräten, die älter als zehn Jahre sind, kann sich daher lohnen. Bei einem Kühl- und Gefriergerät verursacht ein höherer Verbrauch von 100 Kilowattstunden in 15 Jahren etwa 400 Euro zusätzliche Stromkosten. Grundsätzlich rechnet sich bei einem Minderverbrauch von nur 0,1 kWh pro Tag ein Geräte-Mehrpreis von über 100 Euro! Auch der Standort entscheidet über den Verbrauch. Möglichst in kühler Umgebung, nicht in der Nähe von Herd oder Heizkörper und direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.

Kochen und Backen

Ein Elektroherd verursacht durchschnittlich 10% der Stromkosten im Haushalt. Ein Gasherd ist zwar teurer in der Anschaffung, spart aber die Mehrkosten durch den preiswerteren Energieträger Gas wieder ein. Langkochende Gerichte in einem Schnellkochtopf zubereiten. Das spart 50% Zeit und 30% Strom. Auch die richtige Topfgröße spart Energie, denn jeder Zentimeter, den der Topf kleiner als die Herdplatte ist, führt zu 20 bis 30% Mehrverbrauch. Immer mit geschlossenem Topfdeckel kochen. Ein gekippter Deckel verbraucht die doppelte Energiemenge, gar kein Deckel die dreifache.

Waschen und Trocknen

Moderne Wasch- und Trockengeräte sparen Strom- und Wasser! Ein 20 Liter höherer Wasserverbrauch verursacht in 15 Jahren Mehrkosten von rund 400 Euro. Ein Waschgang mit 65°C statt mit 95°C spart ca. 30% Strom. Der Verzicht auf die Vorwäsche weitere 20% bis 30%. Auf Wäschetrockner entfallen im Schnitt über 10 % des gesamten Stromverbrauchs - je nach Effizienz und Alter des Trockners kann ein einziger Trockengang bis zu 1,50 € kosten. Je trockener die Wäsche in den Trockner kommt, desto weniger Energie wird zum Trocknen benötigt. Daher die Wäsche vorher möglichst gut schleudern. Wird mit 1600 statt mit 900 Umdrehungen geschleudert, führt das zu einer Stromeinsparung von 25% beim Trocknen. Moderne Wärmepumpen-Wäschetrockner sind erheblich energiesparender, weil sie einen Teil der Energie zurückgewinnen.

Heizung und Lüftung

Alternative Heizungsanlagen sind sparsam und werden teilweise sogar vom Staat gefördert. Aber auch richtig heizen und lüfteten spart. Die Heizung runterdrehen ist die einfachste Art, Energie und so Geld zu sparen: Jedes Grad weniger senkt die Heizkosten um 6%! Die optimale Raumtemperatur liegt in Wohnräumen bei 19 bis 20 Grad und sollte in der Nacht um vier Grad abgesenkt werden. Tiefer sollte die Zimmertemperatur allerdings nicht fallen. Moderne digitale Heizungsventile können bis zu 15% Heizkosten sparen. Sie werden einfach anstelle der alten Ventile aufgeschraubt. Auch richtiges lüften spart Heizkosten. Kurz und kräftig lüften, das heißt Stoßlüften mit weit geöffnetem Fenster- oder Türflügel. Dabei die Heizkörperventile schließen! Fenster zum Lüften kippen ist nicht sinnvoll weil es Heizenergie verschwendet und durch Auskühlung der Fensterlaibung sogar zur Schimmelbildung führen kann!

Weitere Informationen

EnergieAgentur.NRW

Roßstraße 92, 40476 Düsseldorf

Telefon: 0211 / 86642-0

Energie-Kompetenz-Zentrum

Höhenweg 39, 50169 Kerpen-Horrem

Telefon: 02273 / 9536040

info@ekozet-rek.de

www.lernraum-ekozet.de

• Energiesparende Haushaltsgeräte

www.ecotopten.de/

Fragen rund um die Energieberatung

www.verbraucherzentrale.nrw/energielotse

Stand: 06.03.2018 06:44 Uhr

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