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Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat davor gewarnt, die „deutschen Schultern“ bei der Eurorettung "zu überlasten". Im ARD-Morgenmagazin lehnte er Eurobonds wiederholt entschieden ab. Wörtlich erklärte er: "Die Tragfähigkeit unserer Volkswirtschaft ist ja nicht unbegrenzt. Deswegen geht es auch darum, dass wir einerseits Solidarität zeigen, andererseits aber auch den Reformwillen unserer Partner nicht unterfordern."
Deutschland könne nicht für die Schulden Europas haften, so Westerwelle weiter. "Eine gesamtschuldnerische Haftung Deutschlands für alle Schulden in Europa, das kommt aus meiner Sicht, aus Sicht der FDP und auch aus Sicht der Bundesregierung nicht in Betracht. Wir können nicht einen solchen Weg der Haftungs- und Schuldenunion gehen. Wir wollen eine Stabilitätsunion." Westerwelle unterstützte den Beschluss aus Brüssel, finanzielle Hilfen den Banken zukünftig direkt auszuzahlen. „Ich kann nur als Minister und Mitglied der Bundesregierung sagen: Das, was ausgehandelt worden ist, das ist sinnvoll. Das ist ein Weg aus der Schuldenkrise heraus. Gleichzeitig unterschätzt dies nicht die Eigenverantwortlichkeit bei den Reformanstrengungen der Länder. Das heißt, es bleibt dabei: Keine Leistungen Deutschlands ohne die Gegenleistungen der Reformen im jeweiligen Partnerland.“
Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 02.07.2012. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.