SENDETERMIN Do, 18.05.17 | 05:30 Uhr | Das Erste

Kinotipp: "Alien: Convenant" und "Jahrhundertfrauen"

von Ingrid Bartsch

Szene aus "Alien: Convenant"
Szene aus "Alien: Convenant"

Alien: Convenant

"Alien" war 1979 für den jungen Regisseur Ridley Scott ein Riesenerfolg. Heute ist er beinahe 80 Jahre alt und hat erneut einen Alienfilm gemacht.

"Alien: Covenant" spielt 10 Jahre nach "Prometheus", und beide Geschichten spielen vor der bisherigen Reihe. Ein großes Raumschiff mit Namen "Covenant" ist auf dem Weg zu einem Planeten, der neu besiedelt werden soll. An Bord sind neben der Besatzung - ausschließlich Paare - einige Embryonen und 2000 im Tiefschlaf befindliche Siedler.

Auf dem Weg entdeckt man überraschend einen unbekannten und paradiesisch wirkenden Planeten und steigt dort aus. Keine gute Idee.
In "Prometheus" gab es den Androiden David, das neue Modell heißt Walter. Aber auch David ist wieder dabei. Beide werden gespielt von Michael Fassbender.
Im Mittelpunkt steht für Walter und David die Frage: wer ist mein Schöpfer? Und wer hat wiederum den geschaffen? Und kann auch ich Schöpfer sein?

Äußerst finster, manchmal eklig, sehr spannend.

Szene aus "Jahrhundertfrauen"
Szene aus "Jahrhundertfrauen"

Jahrhundertfrauen

"Jahrhundertfrauen", im Original "20th Century Women", ist ein autobiografisch getönter Film von Mike Mills, der bereits mit "Beginners" einen melancholischen Zauber auf die Leinwand brachte, mit dem man nicht allzuviel vergleichen kann.

Annette Bening spielt eine nicht mehr junge Mutter, die ihrem pubertierenden Sohn (Lucas Jade Zuman) auf dem Lebensweg beistehen will, aber sie denkt, sie braucht dafür Hilfe. Sie fragt Jamies beste Freundin, in die er schwer verliebt ist (Elle Fanning), und eine Mitbewohnerin (Greta Gerwig).

Mike Mills hat die Hauptfigur an seine Mutter angelehnt und lässt den Film 1979 in Santa Barbara spielen. Eine Zeit, die den Nachwirkungen des Vietnamkrieg, Hippies und Aufbruch geprägt war. Davon abgesehen, dass jede einzelne Figur einfach wunderbar gespielt ist, trifft der Film genau den richigen Ton: witzig, etwas melancholisch und herzlich.

Stand: 18.05.2017 09:15 Uhr