SENDETERMIN Do, 26.01.17 | 05:30 Uhr | Das Erste

Kinotipp: "Jackie" und "Die feine Gesellschaft"

von Ingrid Bartsch

Szene aus "Jackie"
Szene aus "Jackie"

Jackie

"Jackie" ist der erste amerikanische Film des chilenischen Regisseurs Pablo Larraín. Er kommt zu einem guten Zeitpunkt ins Kino. Exakt 55 Jahre vor Donald Trump wurde der 35. Präsident der USA John F. Kennedy vereidigt. Seine noch nicht einmal zwei Jahre währende Präsidentschaft und seine Familie wurden zu einem Mythos - auch weil die Witwe Jacqueline Kennedy sein Vermächtnis aktiv bewahrte. Die Obamas wurden oft mit den Kennedys verglichen: (relativ) jung, sympathisch, modern, elegant, gebildet.

Der Film beginnt nach Kennedys Ermordung. Im Mittelpunkt, auch in den Rückblenden, seine Witwe Jackie (hervorragend: Natalie Portman). Diese erweist sich trotz ihres Schocks als durchsetzungswillig und entschlossen, aus Kennedys Regentschaft eine Legende zu machen. Sie lädt einen Journalisten zum Interview.

Szene aus "Die feine Gesellschaft"
Szene aus "Die feine Gesellschaft"

Die feine Gesellschaft

"Die feine Gesellschaft" spielt 1910 in der Normandie. Regisseur Bruno Dumont fiel zunächst mit sehr ernsten Dramen auf, dann kam eine groteske Fernsehserie: "Kindkind". In ähnlichem Stil hat er auch seinen neuen Film gemacht, besetzt mit Laien und Profis, darunter Juliette Binoche, Fabrice Lucchini und Valeria Bruni Tedesch - komisch und völlig überspannt spielend.

Die Geschichte: Die feine Gesellschaft macht Urlaub, die Einheimischen rackern sich ab und sind sooo malerisch. Einer von ihnen und ein Mädchen aus besseren Kreisen verlieben sich. Und einige der Touristinnen und Touristen verschwinden. Also kommt die Polizei. Die beiden Ermittelnden wirken eher wie Dick und Doof - ein Ermittlungsergebnis ist nicht zu erwarten. Aber wunderliche Ereignisse, viel Gelächter und sehr seltsame Geräusche.

Stand: 26.01.2017 08:15 Uhr