SENDETERMIN Do, 14.06.18 | 05:30 Uhr | Das Erste

Kinotipp: "Vom Ende einer Geschichte" und "Sternenjäger – Abenteuer Nachthimmel"

von Ingrid Bartsch, Filmexpertin

Szene aus "Vom Ende einer Geschichte"
Szene aus "Vom Ende einer Geschichte" | Bild: Filmnation

Vom Ende einer Geschichte

"Vom Ende einer Geschichte" ist die Verfilmung eines Romans gleichen Titels von Julian Barnes und spielt im Wesentlichen in London.

Im Mittelpunkt steht Tony Webster (Jim Broadbent), ein älterer Herr, der sich anlässlich einer kleinen Erbschaft an eine Episode aus seiner Studentenzeit erinnern muss. Seine platonische Beziehung zu Veronica endete unglücklich, und beteiligt an diesem privaten Drama waren noch einige andere Personen.
Tony beginnt zu recherchieren und trifft auch Veronica (Charlotte Rampling). Langsam begreift er: er hat seine eigene Geschichte daraus gemacht, die der anderen Beteiligten unterscheidet sich von der seinen ganz wesentlich.

Ein pfiffig gestricktes und fein gespieltes Drama zwischen Gegenwart und Vergangenheit über trügerische Erinnerungen, Lebenslügen und Schuld- und doch mit genug Humor und Spannung.

"Wie oft erzählen wir unsere eigene Lebensgeschichte, wie oft rücken wir sie zurecht, schmücken sie aus, verheimlichen etwas. Und je länger das Leben andauert, desto weniger Leute verbleiben, die uns daran erinnern, dass das gar nicht unser Leben ist, sondern nur die Geschichte, die wir über unser Leben erzählt haben – anderen, aber vor allem uns selbst."

Szene aus "Sternenjäger – Abenteuer Nachthimmel"
Szene aus "Sternenjäger – Abenteuer Nachthimmel" | Bild: WDR

Sternenjäger – Abenteuer Nachthimmel

"Sternenjäger - Abenteuer Nachthimmel" portätiert fünf leidennschaftliche Nachtfotografen bei der Arbeit und lädt mit wunderschönen Bildern dazu ein, über den Kosmos, das Licht und unsere von Elektrizität überstrahlte Welt nachzudenken. Wir sehen Meteoritenschauer in Australien, Polarlicht in Kanada, eine Sonnenfinsternis in Indonesien, Nordlicht in Norwegen, ... und viele Sterne. Ein Film also, der unbedingt im dunklen Kino zu schauen ist. Rufus Beck liest den Text unsentimental und doch einfühlsam und vermeidet damit jeglichen Kitsch, was die meisten Naturdokumentationen vermasseln.

Stand: 14.06.2018 09:44 Uhr

1 Bewertungen
Kommentare
Bewerten

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Bitte beachten: Kommentare erscheinen nicht sofort, sondern werden innerhalb von 24 Stunden durch die Redaktion freigeschaltet. Es dürfen keine externen Links, Adressen oder Telefonnummern veröffentlicht werden. Bitte vermeiden Sie aus Datenschutzgründen, Ihre E-Mail-Adresse anzugeben. Fragen zu den Inhalten der Sendung, zur Mediathek oder Wiederholungsterminen richten Sie bitte direkt an die Zuschauerredaktion unter info@daserste.de. Vielen Dank!

*
*

* Pflichtfeld (bitte geben Sie aus Datenschutzgründen hier nicht Ihre Mailadresse oder Ähnliches ein)

Kommentar abschicken

Ihr Kommentar konnte aus technischen Gründen leider nicht entgegengenommen werden

Kommentar erfolgreich abgegeben. Dieser wird so bald wie möglich geprüft und danach veröffentlicht. Es gelten die Nutzungsbedingungen von DasErste.de.