SENDETERMIN Do, 04.05.17 | 05:30 Uhr | Das Erste

Kinotipp "Sieben Minuten nach Mitternacht" und "Einsamkeit und Sex und Mitleid"

von Ingrid Bartsch, Filmexpertin

Szene aus "Sieben Minuten nach Mitternacht"
Szene aus "Sieben Minuten nach Mitternacht"

Sieben Minuten nach Mitternacht

"Sieben Minuten nach Mitternacht" heißt im Original "A Monster calls", und das passt sehr gut. Der 13-jährige Conor O'Malley hat es sehr schwer, denn er ist nicht nur ein Außenseiter, seine engste Verbündete, seine Mutter, ist auch schwer krank.

Häufig zieht er sich zurück und zeichnet, oft auch den Baum, der in der Nähe des Hauses steht. Diese (große!) Weide kommt eines nachts auf das Haus zu und spricht ihn an. Und sie wird es wieder tun, immer wieder mit Hilfestellungen, Geschichten und Aktionen aufwarten, meistens 7 Minuten nach Mitternacht. Ist das ein Traum? Und wenn ja, ein guter oder schlechter?

Großartige Bilder und Zeichnungen. In dem Baum steckt Liam Neeson, er hat ihm per Motion Capture die Bewegungen gegeben und die Stimme sowieso. Verfilmung des gleichnamigen Jugendbuches von Patrick Ness. Spitzenfilm!

Szene aus "Einsamkeit und Sex und Mitleid"
Szene aus "Einsamkeit und Sex und Mitleid"

Einsamkeit und Sex und Mitleid

"Einsamkeit und Sex und Mitleid" ist das Kinodebüt von Lars Montag mit einem hervorragenden Ensemble deutscher Schauspielerinnen und Schauspieler, einige vertraute Gesichter, andere noch unbekannt.

Das Panorama einiger einsamer Großstadtmenschen, die sich hauptsächlich mit sich selbst beschäftigen, auch dann, wenn sie auf den ersten Blick auf der Suche nach Liebe oder wenigstens Sex sind.

Auch dies eine Literaturverfilmung, und zwar des gleichnamigen Buches von Helmut Krausser. Absurd, komisch, tragisch, unterhaltsam.

Stand: 04.05.2017 08:13 Uhr