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SPD-Generalsekretärin Barley: Parteipositionen gemeinsam erarbeiten

Schulz ist eine "Person ist mit den richtigen Grundwerten und der richtigen Grundhaltung"

SPD-Generalsekretärin Katarina Barley hat die bisherige Zurückhaltung des SPD-Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten Martin Schulz zu konkreten Aussagen beispielsweise zu Rente oder Steuer verteidigt.

"Frau Merkel regiert jetzt seit elf Jahren, und man hat überhaupt keine Ahnung, was die für konkrete politische Ansichten hat. Also das muss jetzt Martin Schulz, glaube ich, nicht nach zwei Monaten vorlegen. Es ist auch ein Respekt vor der Partei, denn wir haben seit fast einem Jahr einen sehr umfangreichen Programmprozess mit ganz viel Beteiligung. Und dann wäre es komisch, wenn er käme und von oben herab verkünden würde, was wir jetzt machen würden. Das ist nicht Tradition in der SPD. Wir erarbeiten es gemeinsam, und im Juni ist dann der Programmparteitag."

Man könne der Sozialdemokratie nicht wirklich vorwerfen, dass sie sich nicht inhaltlich mit den drängenden Fragen beschäftige. Darin unterscheide sie sich von der Konservativen. "Es ist nur die Frage, wann man was macht", betonte Barley. Es gehe um die Grundhaltung von Martin Schulz. Es könnten gar nicht alle Fragen, die während einer Legislaturperiode auftauchten, jetzt schon gestellt werden. "Sie müssen einfach die Gewissheit haben, dass da eine Person ist mit den richtigen Grundwerten und der richtigen Grundhaltung", sagte die Generalsekretärin.

Stand: 20.03.2017 12:24 Uhr