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Neuigkeiten von der IFA

Experte: Robin Cumpl, Fachjournalist

Schlau und groß und mit so vielen Funktionen ausgestattet, dass man sich eigentlich gar nicht mehr so sicher sein kann, dass da ein Fernseh-Gerät vor einem steht. So lässt sich sicher das beschreiben, was in diesem Jahr auf der IFA 2012 in Berlin, zumindest in Sachen TV-Geräte, gezeigt wird. Denn: Der Trend zum „Smart-TV“ ist ungebrochen, die Auflösung erreicht nun die vierfache Full HD-Auflösung (kurz: 4K) und man spricht mittlerweile mehr über die „Apps“ (kleine Programme die den Funktionsumfang des Gerätes erweitern), als über Bildqualität und Bildschirmgröße. Aber natürlich ist nicht nur bei der braunen Ware, wie sich die Unterhaltungselektronik auch nennt, sondern auch bei der weißen Ware, also den Haushaltsgeräten im weitesten Sinn, einiges geboten.

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Mehr Pixel, noch mehr Smart, 3D und vielleicht sogar mit OLED
Wer mit TV-Geräten Fernsehen sieht, der sollte sich spätestens mit dieser IFA darüber Gedanken machen, ob er noch auf der Höhe der Zeit ist. Denn was die Hersteller mittlerweile an Funktionen in die Geräte packen, hat nur noch zum Teil mit dem klassischen „Fernsehen“ zu tun. So verfolgt ein Hersteller klar den Weg, dass eine Kamera im Gerät fest verbaut ist. Mit der können dann via Skype Videotelefonate geführt werden und das Gerät lässt sich auch mit Gesten steuern. Ob das Sinn macht, sei dahin gestellt, funktioniert hat es bei den ersten Tests mit den Vorführgeräten aber schon recht gut. Apps, also kleine Programme, die den Funktionsumfang des TV-Geräts erweitern, sind demnach klar im Kommen. Man kann aber davon ausgehen, dass nun nicht primär am TV-Gerät, via App, eingekauft oder gesurft wird, sondern viele dieser Apps ermöglichen Zugriff auf Videoportale und Mediatheken. Videos können auf Wunsch aus den Portalen abgerufen werden, ohne dass man umständlich einen Computer an den Fernseher anschließen muss. Die Technik wird also immer besser bedienbar. Selbstredend, dass ein modernes TV-Gerät an das Internet angeschlossen sein sollte - sonst können in Zukunft 80 Prozent der Funktionen, die so ein Gerät bietet, nicht ausgeführt werden.
Wer auf die schöne, neue, smarte Welt der TV-Unterhaltung nicht verzichten möchte, sich vor ein paar Jahren aber einen weniger smarten FlachTV gekauft hat, muss nicht in die Röhre gucken. Verschiedenste Hersteller bieten Smart-TV-Boxen an, die eben solche Apps auf den Fernseher bringen. Der Nachteil liegt klar darin, dass wieder ein Gerät „herumsteht“, dafür gibt’s aber auch meist wirklich gute Lösungen und den komfortablen Zugriff auf Mediatheken. Sogar Google bietet inzwischen eine SmartTV-Box an.

Ein weiteres Thema bei TV-Geräten ist die neue höhere Auflösung. Gerne als vierfache Full-HD-Auflösung oder kurz auch als 4K bezeichnet. Statt einer Auflösung von 1920 x 1080, wie bei Full HD, hat 4K nun 3840 x 2160 Pixel. Teils werden mit 4K aber auch Auflösungen von 4096 x 3112 Pixel und 3656 x 2664 Pixel bezeichnet. Wer sich einmal so etwas mit eigenen Augen ansieht, wird von der Schärfe und Brillanz der Bilder sicher begeistert sein - allerdings auch nur, wenn ein Film mit entsprechender Auflösung läuft. Und das sind meist nur Demo-Filme der Hersteller. Inhalte auf Disk, oder sogar in Europa über Satellit, Kabel oder terrestrisch, sind in weiter Ferne. Die Fernsehanstalten sind gerade einmal im HD-Zeitalter angekommen. Und auch Blu-Ray-Disks liefern eine geringere Auflösung. Gebrauchen kann man diese Auflösung aber dennoch für 3D-TV. Denn nun stehen Plötzlich genug Bildpunkte zur Verfügung, um FullHD in 3D zu zeigen und auch 3D ohne Brille, wird für mehrere Zuschauer, vor dem TV-Gerät, damit in Zukunft besser möglich sein.
Wohl eher am Rande, aber nicht weniger wichtig für die TV-Zukunft, ist die OLED-Technologie. Dies ist eine spezielle Form, Bilder über organische Leuchtdioden zu erzeugen, die dann sehr brillant und farbecht wirken. Die enorm dünnen Geräte gibt es zu kaufen, man muss aber für ein 55 Zoll OLED Gerät sicher knapp um die 10.000 Euro ausgeben.

Tablets, Ultrabooks, fernsteuerbare Steckdosen und was für die Ohren
Das vernetzte und automatisierte Haus ist auch schon lange ein großes Thema der IFA. Dummerweise auch ein Thema, das einen gut gefüllten Geldbeutel voraussetzt, wenn man sich diese Technologie wirklich kaufen möchte. Zu dieser IFA könnte das nun anders werden. Verschiedene Hersteller bieten zum Auftakt Steckdosen an, die sich ins Heimnetzwerk integrieren lassen und damit beispielsweise auch über das Internet und das Smartphone schaltbar werden. Solche Geräte werden um die 50 Euro kosten - im Vergleich zu „alten“ Systemen ein echtes Schnäppchen. Zwar wird auf der IFA davon noch nichts zu sehen sein, aber für den Winter haben die Hersteller dann auch übers Internet und Smartphone fernsteuerbare Thermostate für Heizkörper angekündigt. Und damit entsteht ein großes Einsparpotential, was den Energieverbrauch angeht.

In Sachen Tablets tut sich was - vor allem im Zusammenhang mit dem neuen Betriebssystem Windows 8 von Microsoft. Hier kann man gespannt sein, wie gut es die Hersteller schaffen, Windows 8 zum Laufen zu bekommen - wie flüssig sich die Bedienung am Ende eben anfühlt. Ein Hersteller zeigt auch ein Tablet mit 7 Zoll OELD-Display. Selbst im Bereich Computer hat die IFA etwas zu bieten. Hier zeigt sich, dass Hersteller nun auch eine gewisse Grafikpower in die superdünnen Geräte packen wollen. Und die soll so leistungsfähig sein, dass sich ein Ultrabook zumindest in einem gewissen Umfang auch zum Spielen eignet.

Natürlich sollte der Sound auch nicht zu kurz kommen. Doch immer mehr Hersteller scheinen der Meinung zu sein, dass das Auge irgendwie auch mithört. Wie sonst könnte man sich die Flut an Design-Lautsprechern erklären, die meist alle auch noch einen Anschluss für ein Smartphone haben. Sogar einen Beistelltisch mit integriertem Audiosystem gibt es zu sehen - im Design topmodern, von der Idee her erinnert es irgendwie dann doch an die 60ger Jahre.

Intelligente Backöfen, Licht gegen Pickel und Wasser im normalen Staubsauger
Wie vertragen sich ein USB-Stick und eine Backofen? Seit dieser IFA wirklich gut, denn ein Hersteller hat seinem Backofen ein großes Farbdisplay und einen USB-Anschluss spendiert. Darauf lassen sich von Haus aus 82 Rezepte direkt abrufen, das TFT-Display kann als digitaler Fotorahmen genutzt werden und via USB können neue Daten nachgeladen werden.

Den Kampf gegen Pickel soll ein sogenannter „Hautklarstift“ aufnehmen. Der Stift hat eine spezielle blaue Lampe eingebaut, deren Licht nachgesagt wird, dass es gegen Hautunreinheiten wirkt. Da es sich nicht um UV-Licht handelt, sondern um entzündungshemmendes blaues Licht, soll das alles auch noch schonend für die Haut sein.
Wer übrigens noch länger auf einen altmodischen Staubbeutel oder ein Zyklon-System setzt, der ist in Sachen Staubsauger nicht mehr auf dem neuesten Stand. Auf der IFA werden Staubsauger gezeigt, die den Luftstrom zur Reinigung durch einen Wassertrank leiten und so mehr Sauberkeit, gerade für Allergiker, versprechen. Und natürlich steht alles, wie schon in den vergangenen Jahren, unter dem Motto der Energieeffizienz.

Weitere Informationen:
Die IFA 2012 läuft vom 31.08. bis zum 05.08.2012 in Berlin

Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 31.08.2012. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

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Sendetermin
Fr, 31.08.12 | 05:30 Uhr