SENDETERMIN Fr, 24.03.17 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Start in den Gartenfrühling

mit Dorothée Waechter, Gartenbau-Ingenieurin

PlayJule Schöning, Dorothée Waechter
Service: Start in den Gartenfrühling | Video verfügbar bis 24.03.2018 | Bild: WDR

In vielen Gärten sind jetzt sogar schon die Schneeglöckchen verblüht und das Lungenkraut, Primeln und Hornveilchen blühen mit Vergissmeinnicht und Hyazinthen um die Wette. Also sollte man jetzt zügig raus und nach dem Winter im Garten klar Schiff machen. Wer sich um den Baumschnitt nicht gekümmert hat, sollte es jetzt auch lassen, denn die Triebe stehen schon im Saft und Schnitte können leicht zu Infektionsherden werden. Aber grundsätzlich kann man in den Beeten für Ordnung sorgen, mit dem Pflanzen beginnen und den ersten Rasenschnitt angehen.

Aufräumen in den Beeten

Überall dort, wo Pflanzen stehen, die leicht von Pilzkrankheiten infiziert werden, sollte das abgestorbene Laub jetzt herausgekehrt und entsorgt werden. So verhindert man, dass es zu Neuinfektionen kommt. Außerdem werden jetzt Rosen zurückgeschnitten. Dabei sollten Sie die Triebe um ein bis zwei Drittel kürzen. Der Neuaustrieb kann weggeschnitten werden, da es genügend sogenannte schlafende Augen gibt, die in Kürze austreiben. Zurück geschnitten werden jetzt außerdem Gräser, sommerblühende Sträucher und abgetrocknete Staudenreste. In den Beeten muss gehackt werden, damit die Bodenoberfläche für den Austausch von Gasen offen ist. Anschließend kann man Komposterde verteilen.

Dahlien vortreiben

Dahlien dürfen eigentlich erst Mitte Mai ins Freiland, weil sie frostempfindlich sind. Wer keine Geduld hat, kann die Knollen in Töpfen an einem geschützten Ort vortreiben. Ideal ist eine Terrasse, ein Balkon oder die Nähe zu einer Hauswand. Zunächst gibt man ca. 6 cm Erde in Topf, dann legt man die Knollen hinein. Der Rest des gut 30 Zentimeter hohen Gefäßes wird anschließend mit Erde aufgefüllt. Ist die Erde feucht, braucht man erstmal nicht zu gießen. Wasser sollte nur dann zugeführt werden, wenn die Erde stark ausgetrocknet ist.

Töpfe bepflanzen

Es ist ein Fest, wenn die Frühlingsblüher wie Vergissmeinnicht, Primeln, Hornveilchen, Goldlack und die vielen Zwiebelblumen ihre Blüten öffnen. Narzissen und Tulpen sind dabei die Klassiker. Dabei ist es ganz wichtig die Zwiebelblumen möglichst knospig zu kaufen, damit man möglichst lange etwas von der Pracht hat. Außerdem kann man Stauden und Blattschmuckpflanzen ergänzen, um der Gestaltung ein bisschen Beet-Flair zu geben. Verwendet wird dabei eine normale Blumenerde. Es ist wirtschaftlicher selber mit Blumendünger die Pflanzen nach den ersten Wochen zu versorgen, als eine teure Variante mit Langzeitdünger zu verwenden.

Salatkiste anlegen

Sie haben keinen Platz für ein Salatbeet? Dann heißt der große Trend in diesem Jahr: Ab in die Kiste! Alte Bäckerkisten, hohe Obststeigen aus Holz sind ideal, um ein kleines Salatbeet anzulegen. Da Salat nicht tief wurzelt reicht eine Kiste, die 20 bis 30 cm hoch ist. Damit durch die Löcher keine Erde fällt, legt man die Kisten mit Pappkartons aus und füllt dann eine Salat- oder Kräutererde ein. Anschließend kann man entweder Salatsamen ausbringen oder Setzlinge pflanzen, wobei letzteres natürlich viel schneller geht. Man nimmt entweder Babyleaf-Salat, der in jungem Zustand geerntet wird oder Pflücksalat, der immer weiter wächst, weil man nur die äußeren großen Blätter erntet.

Stand: 24.03.2017 09:05 Uhr