DasErste.de - Springe direkt zu

Inhalt.
Hauptnavigation.
Suche.

Aufmachergrafik zu Morgenmagazin
05:30
Inhalt

Service: Bestattungen

Expertin vor Ort: Christiane Kamp, Bestatterin

Hinweis: Flash-Plugin fehlt! Bitte laden Sie sich die aktuelle Flash-Player Version herunter.

Es gibt viele Möglichkeiten, die sterblichen Überreste eines Menschen zu bestatten. Ratsam ist es, schon frühzeitig den äußeren Rahmen der Bestattung zu klären – am besten noch zu Lebzeiten. Damit gibt man sich selbst die Sicherheit, dass der eigene Wille Beachtung findet – und man nimmt gleichzeitig den Angehörigen die Pflicht, sich in Zeiten arger Trauer auch noch um Bestattungsfragen kümmern zu müssen. Dies ist deshalb wichtig, weil dadurch auch die finanzielle Seite geregelt wird, da seit 2004 das gesetzliche Sterbegeld entfallen ist.

Erdbestattung

Die Erdbestattung ist die traditionellste Form der Beisetzung. Hierbei kann auf einem Friedhof zwischen einem Reihen- und einem Wahlgrab entschieden werden. Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten auf städtischen Friedhöfen – auch für Angehörige anderer Glaubensgemeinschaften – erteilt die jeweilige Friedhofsverwaltung.

Die Waldbestattung bietet eine Alternative zu konventionellen Grabstätten und gewinnt in Deutschland immer mehr an Beliebtheit. Dabei findet die Urne mit der Asche des Verstorbenen an der Wurzel eines Baums ihre letzte Ruhestätte. Es besteht bereits zu Lebzeiten die Möglichkeit, sich für seine Beisetzung einen Baum auszusuchen. Ein Verlängern der Nutzungsrechte sowie eine teure und ständige Grabpflege erübrigen sich bei dieser Bestattungsform.

Feuerbestattung

Nahezu jedes Bestattungsinstitut bietet auch Feuerbestattungen an. In Deutschland ist ausschließlich eine Einäscherung im Sarg erlaubt. Dem Sarg wird vor der Verbrennung ein Schamottestein beigelegt, der die Einäscherungsnummer und den Namen des Krematoriums aufweist. Dieser Stein wird nicht zerstört, da er aus hitzebeständigem Material besteht. Da immer nur ein Sarg verbrannt wird, ist eine Vermischung der Asche mehrerer Verstorbener ausgeschlossen. Anschließend wird die Asche zusammen mit dem Schamottestein in eine Aschekapsel gegeben, luftdicht verschlossen und dauerhaft versiegelt, damit keine Entnahme möglich ist. Diese wird dann in einer Urne bestattet.

Seebestattung

Bei einer Seebestattung muss vorher die Feuerbestattung erfolgt sein. Danach werden die bei der Einäscherung entstandenen Überreste auf See beigesetzt. Bei dieser Art der Bestattung entfällt die Aschekapsel, die normalerweise den Namen sowie weitere Daten über den Verstorbenen enthält, da die Asche nach der Übergabe des Einäscherungsinstituts an eine Seebestattungsreederei direkt in eine Urne gefüllt wird. Die Urne besteht meist aus Mineralien, die sich schnell im Wasser auflösen und so die Überreste des Verstorbenen nach kurzer Zeit dem Meer übergeben. Hierfür ist eine Willenserklärung des Verstorbenen erforderlich.

Luft- und Flugbestattung

Luftbestattung setzt ebenso wie die Flugbestattung eine Einäscherung voraus. Dabei wird die Asche des Verstorbenen, meist aus einem Heißluftballon oder kleinem Flugzeug heraus, über einem großem Waldgebiet verstreut. In Deutschland ist diese Art der Bestattung verboten, daher wird sie meist von den Bestattern in der Schweiz oder Frankreich ausgeführt. Auch hier können die Angehörigen teilnehmen.

Anonyme Bestattung

Unter einer anonymen Bestattung wird die Beisetzung des Verstorbenen ohne jegliche Hinweise auf dessen Identität verstanden. Viele Friedhöfe stellen spezielle Flächen für die anonyme Bestattung bereit. Diese Art der Beisetzung zählt zu den günstigsten, da kein finanzieller Aufwand für die Pflege des Grabes entsteht.

Diamantbestattung

Bei einer Diamantbestattung wird aus der Asche des Verstorbenen ein synthetischer Diamant von der Größe 0,35 bis 1 Karat hergestellt. Die Karatzahl ist davon abhängig, ob die gesamte Asche oder nur ein Teil verarbeitet wird. In Deutschland besteht ein Beisetzungszwang, daher ist die Diamantbestattung verboten. Allerdings wird sie geduldet, insofern eine Willenserklärung des Verstorbenen vorliegt und die Prozedur in einem Land vollzogen wird, wo dies grundsätzlich legal ist.

Organisation einer Bestattung

Der Tod eines nahestehenden Menschen bringt viele Angehörige erst einmal durcheinander. Dabei muss in kürzester Zeit so viel geregelt werden. Da die Wahl des richtigen Bestatters viel mit persönlicher Bindung zu tun hat, ist ein Vertrauensverhältnis besonders wichtig. Der Bestatter steht den Hinterbliebenen zur Seite und informiert über alle notwendigen Schritte für die Vorbereitung der Bestattung. Gemeinsam mit dem Kunden werden dann in einem Bestattungsvorsorgevertrag alle Punkte festgehalten, die für die Bestattung wichtig sein sollen. Beratung und Vorsorgevertrag sind kostenlos. Kosten fallen erst bei der Bestattung an.

Kosten einer Bestattung

Die Kosten einer Bestattung können je nach Ausführung sehr stark variieren. So können für eine Erdbestattung in Deutschland etwa 6.000,- Euro anfallen. Einige Bestatter bieten gehobene Bestattungen mit umfangreichen Leistungen an, andere haben sich darauf spezialisiert, günstige Bestattungen anzubieten. Vorsicht bei so genannten Discount-Bestattungen. Oft wird hier mit Preisen unter 1.000 Euro geworben, die nicht alle Kosten enthalten!

Der Bundesverband Deutscher Bestatter bietet über seine Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG die treuhänderische Verwaltung von Geldern an, die zum Zweck der finanziellen Absicherung der Bestattung angespart werden sollen. Dabei zahlt der Kunde, ausgehend vom Kostenvoranschlag des Bestatters, Geld in den Treuhandvertrag ein. Das Geld wird mündelsicher angelegt und höher als bei einem Sparbuch verzinst und kann nicht verloren gehen. Im Todesfall wird dieses Treuhandvermögen dann an den Bestatter zur Erfüllung des Vertrages ausgezahlt.

Weitere Informationen:

Der Bundesverband Deutscher Bestatter e.V.
Volmerswerther Str. 79
40221 Düsseldorf
Telefon: 0211/1600810
Fax: 0211/1600850
www.bestatter.de

Über das "Deutsche Trauerportal" können Angehörige gezielt nach geprüften Bestattern in ihrer Nähe suchen. Bundesweit sind etwa 1.100 Beerdigungsunternehmen geführt, die das Fachzeichen "Bestatter – vom Handwerk geprüft" des Bundesverbandes Deutscher Bestatter tragen.
www.memoriam.de

Informationen über die Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG gibt es bei den Bestattern des Bundesverbandes oder direkt beim Verband unter Telefon 0211/1600812

Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 19.11.2012. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

Andere Themen
Sendetermin
Mo, 19.11.12 | 05:30 Uhr