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Wer die Kosten für sein Girokonto verringern möchte, kann durch einen Wechsel – zum Beispiel zu einem Onlinekonto – bis zu 100 Euro im Jahr sparen. Nicht immer ist hierfür eine neue Bank nötig und auch für Filialkunden gibt es günstige Angebote. Viele Institute bieten mehrere Kontomodelle zu unterschiedlichen Preisen an. Gratiskonten sind jedoch teilweise an Bedingungen geknüpft, wie etwa einen bestimmten monatlichen Geldeingang oder ein durchschnittliches Guthaben.
Wer bereit ist, seine Bankgeschäfte mit dem Computer zu erledigen, kann am meisten sparen. Grundvoraussetzung ist jedoch, dass der heimische PC in puncto Sicherheitsupdates auf dem aktuellen Stand ist und der Kunde sich aufmerksam im Internet bewegt. FINANZtest hat 25 Konten ohne monatlichen Grundpreis gefunden, bei denen alle Buchungen inklusive sind und auch die Girocard gratis ist. Weitere Bedingungen gibt es nicht, außer dass das Konto als Gehalts- oder Rentenkonto geführt werden muss. Unter den zehn überregionalen Banken mit Gratiskonto ohne Bedingungen sind allein sieben Direktbanken. Wer dagegen in seiner Wohngegend eine Bank sucht, ist bei den PSD-Banken richtig. Dort sind meist Online- und Filialkonto kostenlos. Für sicheres Online-Banking entstehen dem Musterkunden höchstens 3,70 Euro pro Jahr oder ein einmaliger Betrag von ca. 10 Euro für den Kauf eines Tan-Generators. Kunden sollten auch darauf achten, dass das von ihnen gewählte Institut ein sicheres Verfahren für Online-Banking einsetzt. Das sind ChipTan (mit einem Kartenlesegerät), FinTS (mit einer Software) oder MobileTan (mit dem Handy). Das Verfahren iTan und die einfache Tan-Liste empfiehlt die Stiftung Warentest nicht mehr. Damit der Preisvorteil eines Gratiskontos nicht verfällt, ist es auch wichtig, wie viele Geldautomaten kostenlos zur Verfügung stehen.
Kunden müssen nicht unbedingt die Bank wechseln, um zu sparen. Denn viele Banken bieten mehrere Kontomodelle an. Ein Beispiel: Das Servicekonto bei der MBS in Potsdam kostet im Jahr 74,90 Euro. Der Wechsel zur Onlinevariante des ExtraFair-Kontos spart gut 60 Euro. Manchmal liegt das Sparpotenzial noch höher – im besten Fall bei rund 100 Euro pro Jahr. Das ist immer dann der Fall, wenn der Kunde ein Konto mit Einzelpreisabrechnung oder ein sogenanntes Servicekonto führt.
Auch der Blick auf Gratiskonten, für die Banken Bedingungen stellen, kann sich lohnen. Oft verlangen Banken einen Mindestgeldeingang im Monat, den Kauf eines Genossenschaftsanteils oder mindestens 50 Einkäufe im Jahr, die mit der Girocard bezahlt werden. Andere Banken wollen, dass der Kunde ein Durchschnittsguthaben bei der Bank hat.
Wer Vorbehalte gegen Online-Banking hat oder einen Ansprechpartner vor Ort haben möchte, muss sein Konto trotzdem nicht unbedingt teuer bezahlen. Auch für Filialkunden gibt es kostenlose oder zumindest preiswerte Konten. Jahreskosten von bis zu 80 Euro für ein Girokonto bei einer Filialbank sind vertretbar.
• Filialkonto: Wer für sein Girokonto keine Gebühren mehr zahlen möchte, aber eine nah gelegene Bankfiliale schätzt, sollte sich bei den Banken vor Ort informieren. Oft wird man bei einer regionalen PSD-Bank fündig. Wer sichere Geldeingänge von 600 Euro im Monat hat, kann auch das Aktiv-Konto der Targobank kostenlos nutzen, bei 1 000 Euro Geldeingang ist das Giro plus der Postbank gebührenfrei. Die Postbank hat bundesweit 1.100 eigene und 4.000 Partnerfilialen.
• Onlinekonto: Per Internet kann eine große Auswahl von kostenlosen Girokonten ohne Bedingungen genutzt werden – auch wenn man auf dem Land lebt.
• Bargeld: Wichtig ist es, ohne große Umwege kostenlos an Bargeld zu kommen. Wer doch einmal außerhalb des Automatenverbundes seiner Bank Geld ziehen möchte, kommt bundesweit bei den privaten Banken und den PSD-Banken günstig weg (höchstens 1,95 Euro). Bei Sparkassen und Volksbanken zahlen Fremdkunden um die 4,00 Euro, im Extremfall sogar 7,50 Euro.
Im neuesten Heft FINANZtest 2/2013 finden Sie weitere Informationen zum Thema (Artikel Das passt zu mir. Girokonten im Test, S. 12 ff.).
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Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 29.01.2013. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.