SENDETERMIN Mi, 05.10.16 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Diagnose Brustkrebs

mit Dr. Mohsen Radjai, Allgemeinmediziner

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Service: Diagnose Brustkrebs | Video verfügbar bis 05.10.2017

Insgesamt erkranken in Deutschland jährlich etwa 70.000 Frauen an Brustkrebs. Damit ist Brustkrebs hierzulande die häufigste Krebserkrankung der Frau. Dabei kann jeder Brustkrebs aber unterschiedliche Ursachen haben. Gleichzeitig sind die Heilungschancen im Vergleich zu anderen Krebsarten eher gut.

Die Bezeichnung Krebs steht allgemein für bösartige Tumorerkrankungen, die mit einem vermehrten, oftmals unkontrollierten Gewebewachstum einhergehen. Die bösartige Tumorerkrankung der Brust wird als Brustkrebs oder Mammakarzinom bezeichnet.

Selbstuntersuchung ratsam

Ab dem 30. Lebensjahr hat jede Frau gesetzlichen Anspruch auf eine jährliche Untersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs. Dabei tastet der Gynäkologe die Brust sowie die Achsellymphknoten ab.

Doch Frauen kennen die eigene Brust am besten. Daher wird empfohlen, dass alle Frauen ihre Brust einmal monatlich selbst untersuchen. Der ideale Zeitraum ist etwa eine Woche nach Beginn der letzten Periode, dann sind die Brüste am weichsten und Veränderungen lassen sich an diesen Tagen leichter ertasten.

Die Selbstuntersuchung ist schnell gelernt und funktioniert am besten mit System. Gynäkologen  kann man während der Untersuchung, fragen, wie am um Rat gefragt werden, wie man das am besten selbst macht. Außerdem gibt es in vielen Praxen „Flyer“ mit Anleitungen.

Frauen ab 50

Frauen ab 50 erhalten alle 2 Jahre bis einschließlich zum 69. Geburtag, sogenannte Einladungen zum Mammografie-Screening. Diese Untersuchungsmethode gehört zum Standard. Inzwischen wurde der Nutzen aber in aktuellen Studien in Frage gestellt. Begründung: die Strahlenbelastung sei zu hoch und „falsche Befunde häufen sich.

Risikopatientinnen

Für Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko, also für jene mit möglicherweise erblicher Belastung gibt es besondere Empfehlungen mit häufigeren Untersuchungen bereits in jüngeren Jahren. Dabei die Möglichkeit Ultraschalluntersuchungen der Brust durchzuführen. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt Ihr persönliches Brustkrebsrisiko.

www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/brustkrebs/frueherkennung/selbstuntersuchung-der-brust.html

www.frauenaerzte-im-netz.de/de_tastuntersuchung-selbstuntersuchung-der-brust.html

Früherkennung von Brustkrebs - Was Sie darüber wissen sollten:

• Broschüre vom Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ)und der Kooperationsgemeinschaft Mammographie: Sie veranschaulicht den Ablauf des Programms, beschreibt den Nutzen und verschweigt die Risiken nicht. Die Broschüre ist kostenlos.

  • http://www.kooperationsgemeinschaft-mammographie.de/mammographie_screening/stand_der_einfuehrung.php

• Broschüre zur Mammographie, die das "Nationale Netzwerk Frauen und Gesundheit" in Zusammenarbeit mit der Techniker Krankenkasse  herausgegeben hat. Sie erläutert aus Sicht einer Frau im Alter zwischen 50 und 70, u.a. wie groß das Risiko ist, an Brustkrebs zu sterben.

Literatur

  • Gustav Dobos, Sherko Kümmel: Gemeinsam gegen Krebs

Verlag Zabert und Sandmann, ISBN 978-3-89883-265-6

Stand: 05.10.2016 08:02 Uhr

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