SENDETERMIN Fr, 17.11.17 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Ende der Gartensaison

mit Dorothée Waechter, Gartenbau-Ingenieurin

Service: Ende der Gartensaison | Video verfügbar bis 17.11.2018

Die Blätter tanzen im Herbstwind, die Tiere des Gartens bunkern nochmal Futter und jetzt heißt es, die Saison zu beenden, aufzuräumen und dafür zu sorgen, dass auch die Pflanzen ohne Schäden über den Winter kommen. Ebenso wird jetzt das eine oder andere Mal noch zur Schere gegriffen, damit der winterliche Garten formvollendet ist.

Laub – wohin damit?

Überall verteilt türmen sich Laubberge. Aber wohin nur mit den Blättern? Ein guter Platz, um das Laub verrotten zu lassen, sind Baumscheiben und Hecken. Hier können die Blätter gute Dienste leisten und mit Tannenreisig wird verhindert, dass alles wieder weggeweht wird. Vom Rasen dagegen muss das Laub entfernt werden, damit genug Licht und Luft an die Grasnarbe kommt. Anderenfalls breiten sich Pilzinfektionen rasch aus. Blätter, die nicht unter den Gehölzen verrotten können, werden in großen schwarzen Plastiksäcken kompostiert. Das Laub wird zusammen mit Kompostbeschleuniger eingefüllt und die Säcke werden mit Löchern versehen, damit die Luft zirkulieren kann. Nach wenigen Wochen ist das Laub zusammengefallen. Zur Beschleunigung der Zersetzung können die Blätter vorher mit dem Rasenmäher zerkleinert und mit dem Fangkorb einsammelt werden.

Rückschnitt im Garten

Herbst ist Rückschnittzeit. Das ist ein ganz klassisches Wissen – aber Vorsicht! Ein Garten ist ökologischer und umweltfreundlicher, wenn wirklich nur die Konturen der Hecken nachgearbeitet und lange Triebe ein wenig einkürzt werden. So können nämlich alle nützlichen Lebewesen im Garten noch reichlich Unterschlupf und Nahrung finden. Im kommenden Jahr helfen sie bei der Befruchtung von Obstgehölze, bei der Eindämmung von Schädlingen und sorgen für spannende Naturbeobachtungen direkt vom Fenster aus.

Beete und Rasen in den Winter begleiten

Das gleiche gilt für die Blumenbeete und den Rasen. Um den Garten in die Winterruhe zu begleiten, sollte dafür gesorgt werden, dass die Kanten abgestochen sind, Unkraut entfernt und ein letztes Mal der Boden gelockert wird. Empfindliche Immergrüne wie Kamelien werden mit Vlies eingewickelt und winterblühende Pflanzen wie Christrosen werden ein bisschen herausgeputzt, damit sie auffallen.

Ein guter Vogelwinter

Vogelhäuser, Futterkränze und Wasserschalen sollten in jedem Garten im Herbst aufgestellt und auch immer wieder kontrolliert werden. Dabei gilt es nicht nur Körner nachzufüllen, sondern auch immer wieder für Sauberkeit zu sorgen, damit die Nahrungsquellen nicht durch Kot verschmutzen und zu einer Infektionsquelle für die gefiederten Gartenbewohner werden. Beim Futter sollte darauf geachtet werden, dass nicht unliebsame Unkräuter eingeschleppt werden. Ambrosia und Hirse können lästig werden und die erstgenannte kann darüber hinaus zu einer Pollenschleuder werden, die Allergikern das Gartenleben im kommenden Jahr verleidet. Daher immer darauf achten, dass das Futter geprüft und frei von Ambrosiasamen ist.

Stand: 25.11.2017 17:39 Uhr