SENDETERMIN Di, 27.06.17 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Guten Flug

mit Kay P. Rodegra, Rechtsanwalt

Service: Guten Flug | Video verfügbar bis 27.06.2018

Flugpassagiere haben aber auch Pflichten: pünktliches Erscheinen am Gate, Gepäckbestimmungen beachten, den Anweisungen im Flugzeug Folge leisten und die Sicherheit an Bord nicht gefährden.

Fluggastrechte der EU

Für alle Flüge ab der EU sowie Flüge mit einer EU-Airline von einem Drittstatt in die EU (beispielsweise New York – Frankfurt/M. mit Lufthansa oder Air Berlin) gelten die EU-Fluggastrechte.

Kommt es zu größeren Verspätungen, Umbuchungen oder Annullierungen, muss die Fluggesellschaft je nach Länge der Wartezeit kostenfreie Betreuungsleistungen (Verpflegung, Hotel etc.) und gegebenenfalls einen Ersatzflug anbieten.

Die Fluggesellschaft hat den Passagier am Flughafen schriftlich über seine Rechte zu informieren.

Ab einer Verspätung von drei Stunden, bei Annullierungen und Überbuchungen, steht dem Passagier zudem eine sogenannte Ausgleichszahlung zu. Die Höhe richtet sich nach der Flugstrecke und beträgt zwischen 250 und 600 Euro. Die Zahlung muss nicht geleistet werden, wenn sich die Airline auf sogenannte außergewöhnliche Umstände berufen kann (z.B. schlechtes Wetter).

Mitwirkungspflichten des Passagiers

Wer nicht rechtzeitig am Check-In oder Gate erscheint und den Flug verpasst, kann die Fluggesellschaft nicht haftbar machen. Doch auch für die Sicherheitskontrolle müssen Flugpassagiere genügend Zeit einplanen. Kommt es hierbei zu Verzögerungen und der Flieger ist weg, kann von der Airline ebenfalls keine Entschädigung gefordert werden.

Im Flugzeug muss der Passagier die Anweisungen des Bordpersonals befolgen, z.B. Anschnallzeichen, Rauchverbot, Ausschalten von Mobiltelefonen. Wer Anweisungen an Bord missachtet oder die Sicherheit an Bord gefährdet, kann vor Abflug von Bord verweisen werden.

Gepäck

Der Passagier muss sich vorher bei der Airline darüber informieren, wieviel Gepäck er im Rahmen seines Flugtarifs mitnehmen kann. Gefährliche Gegenstände (z.B. Explosivstoffe, ätzende Stoffe, entflammbare Flüssigkeiten) dürfen im Handgepäck und Fluggepäck nicht mitgeführt werden.

Geht ein Koffer verloren oder wird er beschädigt, muss der Passagier dies sofort am Flughafen der Fluggesellschaft mitteilen.

Beschädigtes und verlorenes Gepäck muss die Fluggesellschaft ersetzen, ebenso Ersatz leisten, wenn das Gepäck verspätet nachgeliefert wird und sich der Passagier für die Wartezeit notwendige Ersatzkleidung oder Hygieneartikel kauft.

Weitere Informationen

Stand: 27.06.2017 06:52 Uhr