SENDETERMIN Fr, 21.04.17 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Mein Balkon soll schöner werden

mit Dorothée Waechter, Gartenbau-Ingenieurin

Service: Mein Balkon soll schöner werden | Video verfügbar bis 21.04.2018

Ostern ist vorbei und langsam aber sicher rückt der Sommer in den Vordergrund, und damit auch die neue Saison auf Balkon und Terrasse. Natürlich sind die Eisheiligen, die nochmals Frost bringen können, wie in jedem Jahr erst Mitte Mai vorbei, aber das Angebot an klassischen Sommerblumen und farbenfrohen Exoten verlockt bereits in den Gartencentern und es wird Zeit, alles neu zu bepflanzen.

Gefäße und Erden

Als erstes werden Kästen und Kübel gründlich gereinigt. Zunächst sollten die anhaftenden Erdreste mit einem trockenen Besen ausgekehrt und anschließend alles mit warmer Lauge ausgewaschen werden, um die Verbreitung von Krankheitskeimen zu vermeiden.

Frische Erde ist die Grundlage für ein gesundes Wachstum, und so ist es sinnvoll, jetzt die alte Erde im Garten oder auf dem Kompost zu verteilen und frisches Substrat in die Gefäße zu füllen. Hochwertige Erden für Sommerblumen enthalten Langzeitdünger, der die Nährstoffe erst allmählich freisetzt. So erspart man sich die regelmäßige Zugabe von Dünger ins Gießwasser.

Daher sollten Gefäße mit einem großen Erdvolumen gewählt werden. Wasserspeicher und eine dicke Drainageschicht aus Blähton sind ebenfalls ideal, um die Pflanzen mit möglichst geringem Aufwand den ganzen Sommer über gut zu pflegen.

Blumensommer

Der Standort ist einer der wichtigsten Faktoren für die Pflanzenauswahl. Unterschieden wird zwischen den Sonnenanbetern, zu denen beispielsweise die Kapmargeriten und die Gazanien zählen, und den Schattenpflanzen, wie Begonien, Fleißige Lieschen und Fuchsien. Es gibt natürlich auch Pflanzen, die sowohl sonnige als auch schattige Lagen gut vertragen, wie die Schneeflockenblume oder die Wolfsmilch „Diamond Frost“.

Kletterpflanzen sind ideal, um Sichtschutz zu schaffen und für Schatten zu sorgen. Sie brauchen lediglich Kletterhilfen, um in die Höhe wachsen zu können. Besonders robust sind die Schwarzäugige Susanne (Thunbergia) und auch Feuerbohnen, die aus Samen selber gezogen werden.

Die Wiederentdeckung der Robusten

Für manchen sind Geranien echte "Oma"-Pflanzen, aber diese aus Südafrika stammenden Pflanzen sollten einen festen Platz auf Balkon und Terrasse haben. Zum einen sind sie robust und vertragen Trockenheit sehr gut, zum anderen gibt es eine große Auswahl von stehenden und hängenden Geranien in vielen verschiedenen Rot- und Rosatönen. Auch das Blattwerk ist sehr attraktiv.

Manche Arten und Sorten duften angenehm und halten Insekten fern. Auch für Tees und Speisen lassen sich Geranien bisweilen verwenden. Garantierte Blütenpracht bieten Fuchsien für schattige Plätze. Sie brauchen zwar viel Wasser, aber im Schatten verdunstet über den Tag weniger Wasser. Weitere robuste und wachsfreudige Pflanzen, die jetzt auch gut von Kindern ausgesät werden können, sind Sonnenblumen, Ringelblumen und Kapuzinerkresse.

Nützliches inbegriffen

In die Lücken lassen sich auch Pflanzen setzen, die in der Küche Verwendung finden: Erdbeeren und Tomaten, die einen leicht überhängenden Wuchs haben, werden an die Ränder gesetzt und dazwischen das Grün von Kräutern, die dem Salat eine gute Würze verleihen.

Kerbel, Koriander und Petersilie sind ebenso willkommen wie Teepflanzen, deren Blätter zum Aufbrühen eines frischen Tees dienen.

Stand: 21.04.2017 08:20 Uhr