SENDETERMIN Mo, 31.10.16 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Private Rentenvorsorge

mit Herman-Josef Tenhagen, Chefredakteur 'Finanztip"

Service: Private Rentenvorsorge | Video verfügbar bis 31.10.2017

Mit der Altersvorsorge ist das so eine Sache: Einerseits wollen Sparer ja langfristig etwas auf die hohe Kante legen, das sie am besten bis zum Ruhestand nicht mehr anrühren und das ihnen später monatlich hilft, die Kosten zu decken. Andererseits weiß niemand, was das Leben vor der Rente noch bringt: Immobilienkauf, Arbeitsplatzverlust, Scheidung – das moderne Leben ist weniger vorhersehbar geworden. Feste Geldanlagen mit Vertragslaufzeiten von 30 Jahren und mehr eignen sich für die meisten Menschen daher nicht mehr.

Riester

  • Die Riester-Rente unterstützt Arbeitnehmer und Beamte bei der Altersvorsorge.
  • Der Staat fördert sie auf zwei Arten: mit Zulagen und mit Steuervorteilen.
  • Die volle persönliche Zulage beträgt 154 Euro im Jahr. Für jedes Kind gibt es jährlich bis zu 300 Euro Extraprämie.
  • Bis zu 2.100 Euro der Einzahlungen können in den Riester-Vertrag als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden. Im Gegenzug müssen Einkünfte aus dem Riester-Vertrag im Alter versteuert werden.
  • Im Ruhestand erhalten Riester-Sparer dann eine lebenslange Rente. Das lohnt sich finanziell jedoch nur, wenn diese ein hohes Alter erreichen.

Betriebliche Vorsorge

  • Jeder Arbeitnehmer hat das Recht, mit einer Gehaltsumwandlung für den Ruhestand zu sparen. Jeder Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass die betriebliche Altersvorsorge in seinem Unternehmen möglich ist. Die Direktversicherung ist ein Modell dafür.

So funktioniert eine Direktversicherung:

  • Bei dieser Form der Altersvorsorge über den Betrieb schließt der Arbeitgeber für seinen Mitarbeiter eine Kapitallebens- oder Rentenversicherung ab. Eine weitere Variante ist eine fondsgebundene Lebensversicherung, bei der mit den Sparbeiträgen Fondsanteile gekauft werden. Da kleine Unternehmen meist weder über eine eigene Pensionskasse noch einen Pensionsfonds verfügen, greifen viele Unternehmer auf die Direktversicherung für ihre Angestellten zurück. Den Vertrag sucht meist der Arbeitgeber aus und schließt diesen für seinen Angestellten ab.
  • Die Beiträge zur Direktversicherung kann entweder der Arbeitgeber allein bezahlen, Arbeitnehmer und Arbeitgeber können sie auch gemeinsam aufbringen oder aber der Arbeitnehmer übernimmt sie allein im Rahmen der Entgeltumwandlung.


Flexible Altersvorsorge

Aktien-Indexfonds, auch (Exchange Traded Fund, ETF) genannt, eignen sich als günstige und langfristig lohnende Altersvorsorge. Über Zeiträume von 15 Jahren und mehr ist das Risiko, Verlust mit Aktien zu machen, relativ gering. Ein Aktien-Indexfonds ist eine einfache und günstige Methode, in Aktien zu investieren. Der Vorteil: Damit bleibt das Geld jederzeit verfügbar.

  • Anleger können auf zwei flexible Methoden in ETFs investieren: über einen Sparplan oder über eine Netto-Rentenversicherung.
  • Bei beiden Methoden können Anleger jederzeit Kapital entnehmen und die Beiträge senken oder steigern.
  • Eine solche flexible Altersvorsorge eignet sich für jeden unter 55, besonders für Berufseinsteiger und Frauen mit Kinderwunsch.
  • Sie stellt als Aktienanlage einen wichtigen Baustein neben anderen Altersvorsorgeformen dar.

(Quelle: www.finanztip.de)

WEITERE INFORMATIONEN:

Riester: www.finanztip.de/riester

Betriebliche Vorsorge: www.finanztip.de/direktversicherung

Flexible Altersvorsorge: www.finanztip.de/flexible-altersvorsorge

Bundesministerium für Arbeit und Soziales: www.bmas.de

Stand: 31.10.2016 07:15 Uhr

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