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Service: Rabattsysteme im Test

mit Yvonne Willicks, Hauswirtschaftsmeisterin

PlayKundenkarten, Rabatt
Service: Rabattsysteme  | Video verfügbar bis 19.05.2018

Dass Verbraucher sparen wollen ist nichts Neues. Es gibt viele Verfahren, die dazu angeboten werden, ob vom Einzelhändler um die Ecke oder von der Handelskette. Fast überall wird der Kunde für seine Treue belohnt. Je mehr man kauft, desto mehr bekommt man zurück.

Welche Rabattsysteme gibt es?

Kundenkarte: Hier erhält der Kunde Punkte für Einkäufe, die er dann in Prämien oder Dienstleistungen einlösen kann. Das Sammeln und Einlösen der Punkte kann nur in demselben Geschäft bzw. derselben Kette erfolgen.

Die Bonuskarte: Bei diesem Modell werden Stempel oder Aufkleber gesammelt. Nach einer vorgegebenen Anzahl ist die nächste Runde gratis. Klassische Beispiele sind Cafés, Friseure oder Restaurants.

Die Multipartner-Karte: Hier werden Punkte gesammelt, welche dann in Prämien, Gutscheinen oder Barauszahlungen eingelöst werden. Die Besonderheit: Der Kunde kann mit einer Karte bei verschiedenen Partnern punkten. Beispiele für dieses System sind Payback oder die Deutschlandcard. Fast jede dritte Person in Deutschland besitzt eine Payback-Karte. Laut Statistik wird pro Sekunde 40 Mal die Payback-Karte vorgezeigt und es werden 4,5 Coupons eingelöst.

Welche Karte Sie auch immer nutzen, es gilt: Beim Punktesammeln fallen viele persönliche und konsumbezogene Daten an. Nicht verwunderlich also, dass bei PayBack z.B. die Datenschutzerklärung mehrere Dutzend Seiten hat.

Welche Daten werden abgegriffen?

Neben persönlichen Daten, die der Kunde bei der Anmeldung selbst eingibt, wird auch die Art der Käufe gespeichert, bei denen die Karte zum Einsatz kommt. Mit Hilfe der gesammelten Daten können nicht nur Alter, Geschlecht und Vorlieben, sondern auch Charakterzüge, Gesundheitszustand und sozialer Status einer Person erstellt werden. Je mehr Daten vorhanden sind, desto genauer wird das Profil.

Falls der Kunde eingewilligt hat, dass seine Daten zum "Zwecke der Werbung und Marktforschung" genutzt werden dürfen, kann das Käuferprofil an weitere Unternehmen weitergegeben werden. So kann es vorkommen, dass sie in den Händen von Institutionen landen und von ihnen benutzt werden könnten - wie z.B. Banken oder Krankenversicherungen.

Nach den Datenschutzhinweisen von Payback werden Rabattdaten ohne Einwilligung lediglich an Partnerunternehmen übermittelt und nicht an außenstehende Dritte. Da viele Unternehmen Partnerunternehmen sind, findet hier durchaus eine umfassende Datenweitergabe ohne ausdrückliche Einwilligung statt.

Coupons

Der Kunde erhält per Post oder im Internet Rabattcoupons, die er auf bestimmte Produkte oder Dienstleistungen anwenden kann. Meist werden Rabatte in Prozenten, manchmal in Euro gewährt. Ein Beispiel dafür sind Drogeriemärkte.

Gerade mit diesen Coupons kann man Einiges sparen, allerdings muss man genau wissen, wie dieses System funktioniert. So lohnt es sich erst dann einen Coupon einzulösen, wenn die Ware im Rahmen einer Aktion (Sonderangebote) angeboten wird. Dann kommt zum Sonderangebot noch der Couponrabatt. Achten Sie aber auf die Coupon-Bedingungen. Meist gibt es Beschränkungen: Das können etwa Mindesteinkaufswert, Mindestproduktzahl, Gültigkeit oder Anzahl der einlösbaren Coupons pro Einkauf sein. Couponeinkäufe lohnen sich insbesondere bei Ware, die längere Zeit gelagert werden kann.

Weitere Infos

WDR: „Der Haushalts-Check“ vom 03.05.2017

www1.wdr.de/fernsehen/haushalts-check/sendungen/hhc-rabattsysteme-100.html

Stand: 19.05.2017 11:33 Uhr

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